Hypothermie oder Untertemperatur zieht eine Mangeldurchblutung nach sich. Dadurch erfolgt eine schlechtere Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff, aber auch eine verminderte Entsäuerung und Entgiftung. Einer Vielzahl von Erkrankungen werden Tür und Tor geöffnet.

Abgesenkte Körpertemperatur

Unser Blut transportiert neben Sauerstoff und Nährstoffen auch unsere Körperwärme und damit insgesamt unser höchstes Gut: »Lebenskraft«. Wer bei Angst und Panik oder Stress kalte Füße bekommt, bestätigt dieses Phänomen.

Ein Faktor aber, der sich immer schon bei einer guten Anamnese beziehungsweise Diagnose zeigt, ist ein Kältegefühl im Körper. Auch eine abgesenkte Körpertemperatur ist messbar. So zeigten sich bei 20 Messungen innerhalb von fünf Tagen, die Patienten selbst mit einem guten Fieberthermometer ausführten, dass sich gut und gerne 70 Prozent der Patienten eher in Bereichen von 35,5°‒36,3° bewegen. Inzwischen ist mir klar, wie die Ursachen der Vergiftung mit Umweltgiften, Medikamenten, Impfungen und Zahnwerkstoffen, der Fehlernährung, der falschen Flüssigkeitszufuhr und den längeren Perioden unter Stress dazu beitragen, dass die Wärmeregulation des Körpers versagt.

Verteilungsstörungen der Körperwärme

Ob sich dieser Faktor in einer systemischen Untertemperatur zeigt, die dann als niedrige Körpertemperaturen unter 36,7° und sehr häufig weitaus tiefer bis in Bereiche um die 34,5° gemessen werden können, oder auch anders, zum Beispiel als lokale Hypothermie, ist dabei unerheblich. Manchmal zeigt sich die Hypothermie in einer ungleichmäßigen Verteilung der Wärme im Körper, bei der manche Körperbereiche als warm und schwitzig, andere dagegen als kühl oder kalt empfunden werden.

Auch eine Verteilungsstörung, bei der Hitze im Kopf oder in der oberen Körperhälfte mit einer eher kühlen unteren Körperhälfte einhergeht, ist ein Hinweis auf eine Fehlfunktion der Wärmeregulation. In der chinesischen Medizin spricht man hier von aufsteigendem Yang, dem eine Yin-Schwäche zugrunde liegt. Ebenso gehören ein plötzlicher Abfall der Körperwärme und damit eine kurzfristige Anfälligkeit gegen Kälte zum Symptomspektrum einer mangelhaften Wärmeregulation.

Durchblutungsstörungen Hand

Hier sieht man eine Hand (links), die bei der Austestung schwere Durchblutungsstörungen aufzeigt. Dies war beidseitig der Fall. Rechts dann die andere Hand desselben Patienten nach Therapie mit Infrarotmatte bei einer Austestung circa 3 ½ Monate später.

 

Zusammenhang mit chronischen Krankheiten

Die Untertemperatur, fehlerhafte Temperaturverteilung beziehungsweise mangelhafte Regulation der Körperwärme finden sich bei fast allen chronischen Krankheiten. Das symptomatische Auftreten einer niedrigen Körpertemperatur wird meistens als typischer Hinweis auf den chronischen Charakter der Erkrankung gewertet. Leider bleibt es in der Regel auch bei dieser Feststellung. Denn die Untertemperatur wird praktisch nie als ein zu behandelnder Aspekt angesehen, wie es in der Schulmedizin beispielsweise mit der Übertemperatur – dem Fieber – gang und gäbe ist. Dies ist eine – wie sich noch zeigen wird – gravierende und folgenschwere Fehleinschätzung.

Querschnitt durch eine Herzspitze

Querschnitt durch eine Herzspitze. Man sieht Einschränkungen im Herzmuskelbereich (linke Seite), ausgelöst durch Hypothermie. (Die rote Linie folgt nicht dem Verlauf der blauen Linie.)

 

Kollabiertes Immunsystem

Wenn man es in einer – zugegebenermaßen überzogenen – Schwarz-Weiß-Gegenüberstellung ausdrücken will, so gilt Folgendes: Während ein Fieber im Temperaturbereich 38°‒41° eine kurzzeitige, sehr effektive Heilreaktion des Körpers darstellt, steht die Untertemperatur stellvertretend für ein unfähiges, kollabiertes Immunsystem mit weitreichenden negativen Konsequenzen für unsere Gesundheit. Man darf davon ausgehen, dass die Gabe von fiebersenkenden Mitteln aus der Schulmedizin sowie der Naturheilkunde ein Immunsystem nicht zur eigenen Kraft finden lässt. Das gilt im Übrigen auch für »alternative« Mittel wie kolloidales Silber. Wirksam sind diese Präparate schon, aber eine ständige Anwendung von Krücken schwächt das Immunsystem. Im Endeffekt werden die eigene Regulation und damit die Fähigkeit, mit Fieber zu antworten, unterdrückt.

Mit Wärme zu besserer Durchblutung

Da die Hypothermie eine Mangeldurchblutung und dadurch eine schlechtere Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff, aber auch eine verminderte Entsäuerung und Entgiftung nach sich zieht, sind einer Vielzahl von Erkrankungen Tür und Tor geöffnet. Die Naturheilkunde geht schon seit Jahren von diesem Grundsatz aus und behandelt mit Wärme und Maßnahmen zur verbesserten Durchblutung.

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Weitere Informationen finden Sie auf unserem Blog unter der Rubrik „Untertemperatur“.

Uwe Karstädt Editor

Der bekannte Heilpraktiker und Gesundheitsautor trägt als Gastautor mit seinen Artikeln zu diesem Blog bei.

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