Wie steht es mit Ihnen? Gehören Sie zu den Menschen, die morgens nur mit etwas Mühe oder sogar unter Schmerzen aus dem Bett steigen und erst nach einer warmen Dusche »in die Gänge« kommen? Frieren Sie leicht, oder werden Ihre Hände und Füße beim Sitzen kalt? Dann leiden Sie vielleicht unter Untertemperatur. 

Untertemperatur ist ein Thema, was deutlich unterschätzt wird. Da dieses Thema unter unseren Lesern große Resonanz hat,  haben wir unseren Gastautor und Heilpraktiker Uwe Karstädt gebeten, uns mehr über Untertemperatur und ihren Folgen zu berichten.

Frieren Sie leicht?

Gehören Sie zu den Menschen, die morgens nur mit etwas Mühe oder sogar unter Schmerzen aus dem Bett steigen und erst nach einer warmen Dusche »in die Gänge« kommen? Frieren Sie leicht, oder werden Ihre Hände und Füße beim Sitzen kalt? Sind Sie anfällig für grippale Infekte? Halten Sie die übliche Herbst- und Wintererkältung für »obligatorisch«, nur weil dies schon seit Jahren so geht und die Menschen um Sie herum auch darunter leiden? Löst ein kalter Luftzug sofort Unbehagen aus oder vielleicht sogar eine Erkältung? Greifen Sie bereits zur Strickjacke, wenn die anderen noch im T-Shirt im Biergarten sitzen?

Auf Temperatur kommen

Wann war Ihr letztes hohes Fieber, oder schafft Ihr Immunsystem nur noch eine »erhöhte Temperatur« von bis zu 37,8°? Möglicherweise gehören Sie zu den Geschöpfen, die sich an ihre niedrigere Körpertemperatur von 36° gewöhnt haben und dies daher als »normal« empfinden. »Ich habe eher so eine verfrorene Konstitution«, sagen mir viele Menschen. Es gibt jedoch keine Konstitution, die solch eine Aussage rechtfertigen könnte. Auch wenn Sie zu den ruhigeren, besonnenen Menschen gehören, die etwas langsamer agieren und reagieren, sind Sie dennoch nicht dazu verdammt, ein Leben mit zu niedriger Körpertemperatur zu leben.

Untertemperatur ist kein natürlicher Zustand. Für viele ist der Temperaturverlust normal geworden. Das bedeutet aber nicht, dass 36° von Natur aus gegeben ist. Eine Untertemperatur ist entstanden und hat Ursachen. Diese Ursachen zu erkennen und Wege aufzuzeigen, aus diesem unnatürlichen Zustand herauszukommen, lesen Sie im Buch

 „37° – Das Geheimnis der idealen Körpertemperatur für optimale Gesundheit“ 

Sich heiß fühlen, aber kalt sein

Manche Menschen nehmen nur ein paar Körperteile als gelegentlich unterkühlt wahr: das Gesäß, die Oberschenkel, den Unterleib oder auch mal ein Kniegelenk oder die Schulter. Schaudert es Ihnen beim Gedanken an ein eiskaltes Getränk? Oder gehören Sie zu den Menschen, die ihren Identifikationspunkt im oder am Kopf haben und sich dann eher als zu heiß einschätzen, nur weil der Kopf warm ist, während der Bauch und die Gliedmaßen eher zu kalt sind? Manche dieser Menschen sind erstaunt, dass die Messergebnisse mit einem Fieberthermometer Untertemperaturen aufzeigen, während sie sich selbst als zu heiß empfanden. Auch Frauen in den Wechseljahren stufen sich oft als zu heiß ein, da sie unter »aufsteigender Hitze« leiden. Oft zeigen aber die Temperaturmessungen gerade das Gegenteil: eine chronische Untertemperatur.

Lange Liste der Symptome

Für manche Menschen ist bei der Hypothermie die Kältesymptomatik gar nicht im Vordergrund. Dafür stehen andere Symptome oder »Erscheinungen « auf der Liste der Unannehmlichkeiten oder »Malaisen« ganz oben.

Da wären alle Funktionen zu nennen, die nicht in die erste Kategorie der überlebenswichtigen Funktionen gehören. Haare, Haut und Fingernägel werden beispielsweise trocken, brüchig oder dünn. Auch die Libido und die gesamten Funktionen, die ein gutes Sexualleben ermöglichen, leiden unter einer Unterkühlung. Und wie steht es mit Ihrem Unternehmungsgeist? Ist der Geist noch willig, aber das Fleisch schon schwach? Ist Ihr Gemütszustand voller Schwung und Temperament, oder brauchen Sie immer öfter einen Motivationsschub von außen? Hier sprechen wir erst mal nur von der ersten Phase eines abgekühlten Körpers, der Mühe hat, seine Betriebstemperatur zu erreichen. Wir sprechen noch nicht von den schweren und krank machenden Folgen einer Untertemperatur, der »Hypothermie«.

Leiden Sie an Hypothermie?

Wenn Sie nur eine oder sogar mehrere Fragen mit »Ja« beantworten, gehören Sie – wie circa 70 Prozent meiner Patienten – zu den Menschen mit Hypothermie. Das sind Menschen, die chronisch unterkühlt sind. Sie sind chronisch krank und können – wissend oder unwissend – keine ausreichende Körperwärme mehr herstellen. Störungen, verursacht durch Untertemperatur, entstehen alle aus einer mangelnden Fähigkeit, genug Körperwärme bereitzustellen. Manche dieser Störungen oder Funktionseinbußen verursachen wiederum einen Wärmeverlust und verstärken damit eine Abwärtsspirale: abwärts mit der Körpertemperatur, aber auch abwärts mit der Gesundheit und abwärts mit der Psyche. Diese Spirale führt Sie immer tiefer in den Strudel von Unterkühlung, Funktionseinbuße und der Fähigkeit, mit psychischen Belastungen umzugehen.

Habe ich Ihr Interesse geweckt? Dann erfahren Sie mehr in meinem Buch „37° – Das Geheimnis der idealen Körpertemperatur für optimale Gesundheit“ .

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Uwe Karstädt Editor

Der bekannte Heilpraktiker und Gesundheitsautor trägt als Gastautor mit seinen Artikeln zu diesem Blog bei.

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