Was passiert im Körper, wenn lebenswichtige Enzyme aus dem Gleichgewicht geraten? In diesem Blogpost beleuchtet Buchautor und Gesundheitscoach Uwe Karstädt die zentrale Rolle der Cytochrom-P450-Enzyme im menschlichen Stoffwechsel. Er zeigt auf, wie Glyphosat grundlegende Prozesse wie Vitamin-D-Aktivierung, Entgiftung, Blutgesundheit und Herzfunktion beeinflussen kann – mit weitreichenden Folgen für Immunsystem und Gesundheit.
Cytochrom-P450-Enzyme als Schlüssel des Stoffwechsels
Es ist interessant, sich den Stoffwechsel einmal von folgendem Aspekt her anzusehen. Es gibt eine bestimmte Gruppe von Enzymen in der Leber, die hier eine wichtige Rolle spielen. Sie werden Cytochrom-P450-Enzyme genannt (CYP). Cytochrom-P450-Enzyme kommen bei praktisch allen lebenden Organismen vor. Beim Menschen sind CYP vor allem in der Leber zu finden, aber auch im Darm, den Nieren und der Lunge.
Glyphosat und die Störung zentraler Leberfunktionen
Glyphosat stört die Funktion dieser Enzyme in der Leber, die für so viele Funktionen wichtig ist. Dazu gehören zwei überaus wichtige Funktionen wie die Aktivierung von Vitamin D. Das Sonnenhormon ist als bedeutender Faktor bei der Immunabwehr schon seit Jahren in aller Munde.
Vitamin-D-Mangel als Folge blockierter CYP-Enzyme
Ein Abblocken der Vitamin-D-Bildung kann sich verheerend auf die Gesundheit auswirken. Wie wir alle seit Langem wissen, leiden aber viele Menschen an Vitamin-D-Mangel. Dieser Mangel hängt also nicht nur mit dem Mangel an Sonnenbestrahlung zusammen, sondern auch damit, wie viel Glyphosat in einem Körper zirkuliert.
Immunsystem, Viren und die Bedeutung von Vitamin D
Immer wenn der Vitamin-D-Spiegel weit genug absinkt – ob im Winter oder wegen Luftverschmutzung wie in den großen Metropolen – haben Grippeviren, oder wie 2020 das Coronavirus, leichtes Spiel. Nicht umsonst war die Supplementierung mit höheren Vitamin-D-Gaben eine notwendige und teils sehr erfolgreiche Maßnahme bei der Covid-19-Strategie. Der Erfolg war bedauerlicherweise nicht bei allen Menschen gleich. Wenn Sulfat fehlte und zu viel Glyphosat im Organismus zirkulierte, brachte auch die Gabe von Vitamin D nicht den gewünschten Erfolg.
Entgiftung durch Cytochrom-P450-Enzyme und Medikamentenabbau
Eine weitere Funktion der Cytochrom-P450-Enzyme ist die Entgiftung von giftigen Chemikalien und Medikamenten. An einem Beispiel will ich das verdeutlichen: Acetaminophen ist ein Inhaltsstoff beim Schmerz- und Fiebermittel Paracetamol. Es wirkt toxisch, wenn das Leberenzym Cytochrom P450 durch das Vorhandensein von Glyphosat nicht funktionsfähig ist und demnach das Acetaminophen nicht abbauen und unschädlich machen kann.
Sonnenlicht versus Supplementierung
CYP-Enzyme aktivieren also das wichtige Vitamin D. Selbstverständlich plädiere ich dafür, genug in der Sonne zu sein und sich darüber bewusst zu werden, wie massiv wir uns in unserem Leben mit Kleidung, Mauern und UV-undurchlässigem Fensterglas von unserem Lebensspender abschotten. Eine Supplementierung mit Vitamin D3 aus der Pipettenflasche oder hoch dosierten Kapseln ist mit weitem Abstand nur die zweitbeste Lösung, wie wir gleich sehen werden.
Was ein guter Vitamin-D-Wert wirklich aussagt
Wer seinen Vitamin-D-Status misst und einen ausreichenden Vitamin-D-Wert aufweist, der nur durch Sonnenbestrahlung zustande gekommen ist, kann davon ausgehen, dass die hier beschriebenen Stoffwechselvorgänge gut funktionieren.
Es gibt aber immer wieder Menschen in meiner Praxis, die nicht verstehen können, dass sie trotz täglich mehrstündigem Aufenthalt in der Sonne keinen ausreichenden Vitamin-D-Spiegel auf-weisen. Zwei Faktoren können hier eine Rolle spielen: zu wenig Schwefel in der Ernährung und eine blockierte Cytochrom-P450-Funktion, die oft ursächlich durch Glyphosat ausgelöst wird.
Vitamin-D-Zufuhr: Ein zweischneidiges Schwert
Wer große Mengen an Vitamin-D-Zusätzen nimmt, täuscht bei Messungen und dem daraus folgenden Ergebnis vor, dass die Enzyme ihre Arbeit verrichten. Man erhält einen Spiegel, der den Anschein erweckt, dass man gesunde CYP-Enzyme hat und dass diese auch richtig funktionieren. Deswegen ist die Einnahme von Vitamin D immer auch ein zweischneidiges Schwert.
Ursachenforschung statt Symptombekämpfung
Ideal wäre es, sich wirklich dem Sonnenlicht auszusetzen und bei niedrigen Werten die entsprechenden Rückschlüsse zu ziehen, z.B. sich auf Glyphosat untersuchen zu lassen. Selbstverständlich kann oder sollte man sich auch mit der eigenen Ernährung auseinander-setzen: Wie viel Glyphosat landet letztendlich täglich auf meinem Teller?
Glyphosat, Blutgerinnung und DIC
Wenn man größere Mengen an Glyphosat aufnimmt, kann die »disseminierte intravaskuläre Koagulation« (DIC) auftreten. Das ist der Fachausdruck dafür, dass die roten Blutkörperchen das Blut gerinnen lassen, indem sie auseinanderfallen. Bei übermäßigem Kontakt mit Glyphosat verlieren die Blutkörperchen größere Mengen an Cholesterinsulfat und fallen auseinander. Die roten Blutkörperchen reagieren offensichtlich sehr empfindlich auf Glyphosat.
Cholesterinsulfat und Herzgesundheit
Ihre Fähigkeit, das Gewebe mit Cholesterinsulfat zu versorgen, wird damit reduziert. Als Folge kann eine Herzinsuffizienz auftreten. Die Herzschwäche lässt sich oft auf eine unzureichende Versorgung des Herzens mit Cholesterin und Sulfat zurückführen. Ein tiefer liegender Rückschluss wäre dann auch die mögliche – und wahrscheinliche – Belastung mit Glyphosat.
Blutregulation zwischen Sulfat und Stickstoff
Cholesterinsulfat ist deswegen so bedeutend, weil es ein einziges Molekül ist, das sowohl das Sulfat als auch den Stickstoff kontrolliert, da diese beiden Moleküle sehr entgegengesetzte Aus-wirkungen auf das Blut haben. Sulfat geliert das Blut, und Stickstoff verdünnt das Blut. Sie haben also bei diesem Aspekt entgegengesetzte Wirkungen. Der Körper muss dabei ständig neu entscheiden: Ist das Blut zu dick oder zu dünn, muss ich jetzt Stickstoff oder Sulfat dazugeben?
Ein komplexes System mit beeindruckender Leistungsfähigkeit
Wie das genau passiert, ist eine bislang ungelöste Frage der Wissenschaft. Wichtig ist festzuhalten, dass jeder gesunde Körper das hervorragend bewältigt.
Mehr erfahren Sie in meinem Buch: Elektrosmog und Glyphosat.
