Die Diskussionen über den Nutzen und die Auswirkungen von Glyphosat wollen scheinbar nicht enden. Währenddessen schreitet der lautlose Killer weiter voran und vergiftet die gesamte Natur, inklusive des Menschen. Was macht Glyphosat so gefährlich? Und wie können Sie sich schützen?

In drei Beiträgen lesen Sie einen zusammengefassten Auszug aus Uwe Karstädts neuem Buch Elektrosmog und Glyphosat.

Auf einen Blick
  1. Glyphosat ist eine antimikrobiell wirksame Substanz, die 2010 als Antibiotikum registriert und patentiert wurde; das Eiweißmolekül befindet sich vor allem als Unkrautvernichtungsmittel in unserem Nahrungs- und Wassersystem.
  2. Als starker mineralischer Chelator zieht Glyphosat die lebenswichtigen Mineralien aus jedem Gewebe, mit dem es in Berührung kommt.
  3. Mit der massenweisen Verwendung von Glyphosat verzeichnen wir einen Anstieg vieler Krankheiten wie Diabetes und Demenz.
  4. Wir nehmen Glyphosat über verschiedene belastete Träger auf: Nahrung, Luft, Wasser, Kleidung; wir können dieses Gift zwar stark reduzieren, jedoch nicht ganz vermeiden.
  5. Neben einigen anderen gesundheitsschädlichen Wirkungen stört Glyphosat unsere natürliche Darmflora, was einen massiven Eingriff in das Immunsystem darstellt, und raubt uns zusätzlich wichtige Nährstoffe.

Die Glyphosat-Diskussion

Wer hat nicht schon von Glyphosat gehört oder gelesen? Die einen preisen es als große Hilfe gegen den Welthunger und als Garant für mehr Ertrag in der Landwirtschaft, so sicher wie Tafelsalz – so die Werbung vom Hersteller Monsanto beziehungsweise Bayer, für die anderen ist es der wahre Alptraum, der die Welt zerstört.

Bauern gehen weltweit auf die Straße, wenn von der Regierung zum wiederholten Mal ein Verbot von Glyphosat droht. Die Landwirte demonstrieren dabei in gutem Glauben an die Aussagen der Hersteller, die versichern, dass alles wissenschaftlich belegt ist. Umweltschützer wiederum protestieren gegen die Anwendung von Glyphosat – oder wenn wieder mal das angestrebte Verbot dieses Herbizids von der Politik gekippt wird. Beide Szenarien – Verbot und Freigabe – werden seit vielen Jahren mit Verve und viel Herzblut durchgespielt.

Man spürt auf beiden Seiten die existenzielle Angst. Hier die einen, die ihre finanzielle Lebensgrundlage gefährdet sehen, dort die anderen, die um ihre Gesundheit, die Zukunft ihrer Kinder und das Wohlergehen des gesamten Planeten fürchten.

Kampf gegen die Mikroben

Was ist Glyphosat?

Glyphosat ist eine antimikrobiell wirksame Substanz, die 2010 als Antibiotikum registriert und patentiert wurde. Es handelt sich um ein Eiweißmolekül, das sich vor allem als Unkrautvernichtungsmittel in unserem Nahrungs- und Wassersystem befindet. Als starker mineralischer Chelator zieht Glyphosat die lebenswichtigen Mineralien aus jedem Gewebe, mit dem es in Berührung kommt. Das wirkt sich entsprechend negativ im Stoffwechsel aller Organe aus und führt zu einem Mangel an seltenen Mineralien wie Mangan, Kobalt, Molybdän, Kupfer, Eisen, Schwefel und Selen.

Wenn man Glyphosat erst einmal ohne Wertung begegnet, so ist es ein absolut beeindruckendes und interessantes Molekül. Fast könnte man sagen, dass die Einführung von Glyphosat und der Austausch der natürlichen Aminosäure Glycin durch das künstlich erzeugte Glyphosatmolekül ein genialer Schachzug der Forscher beziehungsweise der Herstellerfirma war. In puncto Umweltgifte nimmt Glyphosat heute jedoch eine führende Stellung ein.

Glyphosat ist insofern tückisch, da es sich zu immer größeren Mengen im Körper anreichert. Heimtückisch deswegen, da wir nahezu täglich kleineren Dosen ausgesetzt sind, die uns zwar nicht sofort umwerfen oder krank machen, die aber auch zu einem nicht unerheblichen Teil nicht wieder ausgeschieden werden können. Vor allem jedoch wird es in unserem Körper, aber auch in der Umwelt, kaum abgebaut und weist eine Halbwertszeit von über 20 Jahren auf. Das bedeutet, dass in einem Boden nach 20 Jahren noch circa 50 Prozent der Menge an Glyphosat nachweisbar ist.

Das Gleiche passiert im Übrigen in unserem menschlichen Organismus. Tag für Tag, Monat für Monat und Jahr für Jahr nehmen wir Nahrungsmittel auf, die mit Glyphosat belastet sind. Wie in der freien Natur beträgt auch hier die Halbwertszeit 20 Jahre. Die Aufnahme von Glyphosat ist aber nicht nur auf die Nahrung beschränkt.

Wie kommt Glyphosat in unseren Körper?

Wir nehmen Glyphosat über verschiedene belastete Träger auf: Nahrung, Luft, Wasser, Kleidung. Denken Sie nur an die Baumwolle auf unserer Haut. Nahezu jedes T-Shirt, jede Jeans und jeder Pulli ist aus Baumwolle gefertigt, die schon auf den Feldern mit Glyphosat besprüht wurde. Es sei denn, es handelt sich um Baumwolle, die nachweislich aus biologischem und giftfreiem Anbau stammt. Ansonsten ist Baumwolle eine der am heftigsten besprühten Monokulturen auf der Welt.

Auch die Pflanzen, aus denen Biodiesel gewonnen wird, sind in den meisten Ländern mit Glyphosat besprüht worden. Der Verbrennungsvorgang im Motor unserer Autos vernichtet das Glyphosat nicht. Sie dürfen also davon ausgehen, dass Sie in den Städten und auf den viel befahrenen Straßen nicht nur Feinstaub und Abgase einatmen, sondern eben auch Glyphosat. Glyphosat ist seit Jahrzehnten als wasserlösliches Herbizid im Wasserkreislauf angekommen und regnet demzufolge auf alle Felder, Wälder und Wiesen.

Glyphosat

Düngung mit Glyphosat

Inzwischen kann niemand mehr Glyphosat vermeiden. Reduzieren ja, vermeiden nein. Glyphosat ist ähnlich weit verbreitet wie die hochfrequenten elektromagnetischen Felder: Schnurlostelefone, Smartphones, Bluetooth, WLAN. Es gibt auf unserer Erde kaum mehr ein Fleckchen, an dem wir diesen beiden Faktoren nicht ausgesetzt sind: Glyphosat und künstliche elektromagnetische Felder. Da beide nicht zu spüren, zu schmecken, zu hören oder zu riechen und gleichzeitig so außerordentlich gesundheitsschädlich sind, nenne ich sie die lautlosen Killer der Menschheit.

 

Lesen Sie ausführlich zu diesem Thema in meinem Buch Elektrosmog und Glyphosat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Uwe Karstädt Editor

Der bekannte Heilpraktiker und Gesundheitsautor trägt als Gastautor mit seinen Artikeln zu diesem Blog bei.

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