Die Restore-Diät ist ein Ernährungskonzept, das sich an traditionellen, unverarbeiteten Nahrungsmitteln orientiert. Entwickelt wurde sie unter anderem von der Universität Hohenheim. Ziel ist eine verbesserte Zusammensetzung des Darm-Mikrobioms durch eine ballaststoffreiche, pflanzenbasierte Ernährung.
Wirkung auf den Stoffwechsel
In einer kontrollierten Studie mit 30 gesunden Erwachsenen zeigte sich nach drei Wochen Rest dieser Diät:
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Gesamtcholesterin sank um 14 %
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LDL-Cholesterin verringerte sich um fast 17 %
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Nüchternblutzucker nahm um 6 % ab
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Entzündungsmarker wie CRP waren reduziert
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Das Körpergewicht sank im Schnitt um 1,4 %
Diese Effekte wurden allein durch die Ernährung erzielt, ohne zusätzliche Bewegung oder Medikamente.
Einfluss auf das Darm-Mikrobiom
Ein zentrales Ziel ist der Einfluss auf das Darm-Mikrobiom. In der Studie wurde nachgewiesen:
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Anstieg von Bifidobakterien, die Ballaststoffe verwerten
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Reduktion von entzündungsfördernden und schleimabbauenden Bakterien
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Günstigere Darmumgebung durch pH-Wert-Senkung
Dies kann langfristig zur Aufrechterhaltung der Darmschleimhaut und einer stabilen Darmflora beitragen.
Diese Lebensmittel gehören zur Restore-Diät
Die Restore-Diät umfasst Nahrungsmittel, die typischerweise in traditionellen Kulturen konsumiert werden:
Erlaubt:
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Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen, Erbsen)
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Gemüse (insb. Topinambur, Süßkartoffel, Kohl)
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Pseudogetreide wie Hirse und Quinoa
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Fermentierte Lebensmittel
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Pflanzliche Öle
Verzichtet wird auf:
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Weizenprodukte
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Milchprodukte
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Zucker und industriell verarbeitete Lebensmittel
Sie ist damit reich an präbiotischen Ballaststoffen und arm an raffinierten Kohlenhydraten.
Restore-Diät im Alltag umsetzen
Eine Ernährung nach der Restore-Diät ist alltagstauglich. Beispielhafte Mahlzeiten:
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Frühstück: Hirse-Porridge mit Nüssen und Trockenfrüchten
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Mittagessen: Rote-Linsen-Curry mit Süßkartoffel
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Abendessen: Gebackenes Gemüse mit Hummus und Quinoa
Wer saisonal einkauft, kann sie nachhaltig und kostengünstig umsetzen.
Restore-Diät in der Wissenschaft
Die wissenschaftliche Grundlage wurde in der renommierten Zeitschrift Cell veröffentlicht. Sie zeigt: Eine Ernährung im Stil traditioneller Lebensweisen wirkt sich positiv auf Darmflora, Stoffwechselparameter und entzündliche Prozesse aus.
Weitere Studien aus Deutschland unterstützen diese Ergebnisse. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) verweist regelmäßig auf die Rolle ballaststoffreicher Ernährung zur Förderung der Mikrobiomvielfalt.
Potenzial für die Ernährungsumstellung
Die Restore-Diät bietet eine Möglichkeit, mit einfachen Mitteln Gesundheit und Wohlbefinden zu unterstützen. Sie erfordert keine exotischen Superfoods, sondern nutzt bewährte, pflanzliche Zutaten, die viele Menschen ohnehin kennen.
Ihr Fokus auf traditionelle Lebensmittel verbindet moderne Wissenschaft mit jahrtausendealter Ernährungskultur – ein Ansatz, der in einer Zeit zunehmender Ernährungsunsicherheit neue Perspektiven bietet.
Quellen
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Universität Hohenheim: Studie zur Restore-Diät
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Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Mikrobiom und Ernährung
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SWR Marktcheck: Diese Ernährung verbessert Darm-Mikrobiom und Gesundheit
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Deutsche Gesellschaft für Ernährung: 10 Regeln der DGE
