Gefährliche Alltagsgifte begegnen uns täglich – in Medikamenten, Kosmetika oder Verpackungen. Oft nehmen wir sie unbemerkt auf, ohne zu wissen, wie sie unsere Gesundheit beeinflussen. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche versteckten Gefahren hinter diesen Substanzen lauern und wie Sie sich schützen können.
Essen was uns noch schadet
Wir sollten uns immer klar vor Augen halten, dass gefährliche Altagsgifte oft keine natürlichen Bestandteile unseres Lebens sind, sondern von uns geschaffene »Dinge«. Diese Dinge und Produkte haben sicherlich Vorteile, aber eben auch Nachteile, die wir beachten müssen. Insbesondere dann, wenn wir sie oft oder sogar täglich verwenden, zu uns nehmen oder uns mit ihnen umgeben, sollten wir ihnen Beachtung schenken und unter Umständen eine klare Entscheidung treffen. Umso mehr, wenn wir ihretwegen bereits Symptome und Störungen unserer Gesundheit erleben.
Gefährliche Alltagsgifte und die Rolle Ihrer Intuition
Manchmal gibt es keine Signale, die uns warnen, doch gerade dann sollten unser Verstand, unser Wissen und unsere Intuition als Regulator eingreifen. Letztendlich lesen Sie gerade solche Informationen, die Ihnen dann das Treffen einer Entscheidung ermöglichen. Es gibt gute und schlechte Ratgeber. Die schlechten sind
- von Kommerz gelenkte Werbung,
- Gewohnheiten,
- Bequemlichkeit,
- Unbewusstheit,
- Geiz,
- Halbwissen,
- Arroganz und
- Angst
– um nur ein paar übliche zu nennen. Die guten Ratgeber sind Wissen, Neugier, Bewusstheit, Offenheit, Verstehen, Verstand oder Empfehlungen von vertrauenswürdigen Fachleuten. Übrigens: Sie treffen immer Entscheidungen, auch wenn Sie denken, Sie täten es nicht. Wählen Sie also mit Bedacht!
Magensäureblocker (Protonenpumpenhemmer)
Wenn ein Tier eine Pflanze mit vielen Lektinen frisst, wie beispielsweise unreife Früchte, bekommt es Bauchschmerzen und lernt schnell, diese Pflanze beziehungsweise Früchte in Zukunft zu meiden. Wenn ein Mensch etwas isst, das Verdauungsstörungen verursacht, greift er zu einem Medikament, das die Magensäure blockiert, wie Omeprazol, Pantoprazol usw. oder andere Medikamente.
Solche gefährlichen Altagssgifte, von denen die meisten Protonenpumpenhemmer (auch Protonenpumpen-Inhibitoren, kurz: PPIs) sind, verringern die Menge der Magensäure. Dieses Vorgehen scheint eine gute Sache zu sein, weil die Schmerzen oft plötzlich wie von Zauberhand verschwinden. Aber Magensäure spielt eine Schlüsselrolle darin, schädliche Bakterien zu neutralisieren. Darüber habe ich ein ganzes Buch geschrieben: Die Säure des Lebens.
Je mehr schlechte Bakterien Sie haben, desto weniger können Ihre guten Bakterien ihre Funktionen zur Gesunderhaltung ausüben. Da Ihre freundlichen Bakterien eine so wichtige Rolle bei der Immunabwehr spielen, ist es kein Zufall, dass Menschen, die Säureblocker nehmen und damit eine eingeschränkte Darmfunktion aufweisen, eine dreimal höhere Wahrscheinlichkeit haben, eine Lungenentzündung zu bekommen als diejenigen, die das nicht tun.
Magensäure reduziert auch die Lektinlast. Die Einnahme von PPIs führt folglich zu einer höheren Lektinlast. Lassen Sie also die Finger weg von solchen Medikamenten als Dauerlösung, sind es letztlich doch eine falsche Lebensführung und die schlechte Nahrungsmittelauswahl, die Ihnen Probleme machen.
Künstliche Süßstoffe (Aspartam, Splenda, Cyclamat, Saccharin)
Die künstliche Süße hilft Ihnen nicht, Gewicht zu verlieren, indem sie Kalorien spart. Im Gegenteil: Ihre Einnahme dezimiert Ihre freundliche Bakterienpopulation und veranlasst Ihr Gehirn, mehr Süßigkeiten zu suchen und Fett für den Winter zu speichern. Wenn Sie weniger gute Darmbakterien haben, um Lektine zu vernichten, können Lektine mehr Verwüstung in Ihrem Körper anrichten. Lassen Sie also die Finger von einem gefährlichen Altagsgift: den künstlichen Süßstoffen!
Warum endokrine Disruptoren gefährliche Alltagsgifte sind
Als endokrine Disruptoren bezeichnet man Chemikalien, die die Funktionsweise Ihrer Hormone stören. Sie finden sich häufig in Kunststoffen, einschließlich Körperpflegeprodukten, Haushaltsreinigern, Lebensmittelverpackungen, Frischhaltefolien, Lebensmittelvorratsbehältern und einer Vielzahl anderer Konsumgüter wie Plastikflaschen, Plastikbechern und mit Plastik ausgelegten Bechern für Heißgetränke. Und bestimmt haben Sie schon einmal die Diskussion über Babyflaschen, Schnuller und Bisphenol A gehört.
Wissenschaftler der Lebensmittelindustrie sind sich all dessen bewusst und fügen dennoch den verpackten Backwaren chemische Stabilisatoren beziehungsweise Antioxidationsmittel wie Butylhydroxytoluol (BHT) hinzu. BHT ist ebenfalls ein endokriner Disruptor. Egal wie sie heißen – ob BHT, BTA oder BHA – und woher sie kommen, endokrine Disruptoren spielen eine Rolle bei Fettleibigkeit. Sie sind auch beteiligt an vielen Krebsarten, Schilddrüsenproblemen und Problemen wie unerfülltem Kinderwunsch. Und sie belasten auch Ihre Leber, die als Entgiftungsorgan Ihren Körper von solchen und anderen Lasten befreien sollte.
Solche künstlichen Disruptoren machen es der Leber schwerer, überschüssige Hormone zu eliminieren und Vitamin D in seine aktive Form umzuwandeln. Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel ist aber Auslöser für zahlreiche Krankheiten, darunter
- Autoimmunerkrankungen,
- Demenz,
- Alzheimer,
- Herzerkrankungen,
- Osteoporose,
- Brustkrebs und
- Prostatakrebs.
Außerdem hilft Vitamin D, die Darmwand im Kampf gegen die Lektine intakt zu halten. Weniger Vitamin D bedeutet also als Folgeerscheinung mehr Lektine. Mehr Lektine aber sind eine Ursache für Sickerdarm, was wiederum bedeutet, dass Substanzen in den Körper aufgenommen werden, die nicht hineingelangen sollten. Lassen Sie also die Finger weg von Kosmetika und anderen Stoffen und »Dingen«, die solche endogenen Disruptoren beinhalten. Das wird zwar in unserer modernen Welt nie ganz möglich sein, aber allein eine Reduzierung hilft Ihnen bereits enorm.
Nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente (NSAIDs)
Ibuprofen, Paracetamol, Diclofenac und andere sind beliebte Schmerzmittel, die in die Kategorie der NSAIDs (non-steroidal anti-inflammatory drugs) fallen. NSAIDs schädigen die Auskleidung des Dünndarms und des Dickdarms, die ebenfalls von Lektinen angegriffen wird und eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung des Immunsystems spielt. Mit der regelmäßigen Einnahme von NSAIDs beginnt ein Teufelskreis. Mehr Schäden in Ihrer Darmwand führen zu mehr Entzündungen, was wiederum zu mehr Schmerzen führt. Das Ende vom Lied: Sie nehmen noch mehr NSAIDs ein.
