Geist

Warum es so wichtig ist, den Kopf zu entschleunigen

Warum es so wichtig ist, den Kopf zu entschleunigen
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Meditation findet immer mehr Anhänger, um den Kopf zu entschleunigen. Auch wissenschaftliche Erkenntnisse tragen dazu bei, dass immer mehr Menschen die Vorteile der Meditation nutzen, um einen Ausgleich zum stressigen Alltag zu finden.

Budhha

Meditation beschreibt eine Gruppe verschiedenster Geistesübungen, die dabei helfen sollen, eine Balance zwischen sich selbst und dem eigenen Geist zu schaffen. Früher eher in Verbindung mit Esoterik und Religion gebracht, findet die Meditation heutzutage immer mehr Anhänger auch in der säkularen Welt. Dieser Umstand ist wohl nicht zuletzt auch den wissenschaftlichen Erkenntnissen geschuldet. Sie haben die Praxis der Meditation dahingehend revolutioniert, dass immer mehr Menschen die Vorteile der Meditation nutzen. Mit ihr finden sie einen Ausgleich zum stressigen Alltag.

Achtsamkeitstraining an Schulen

 

Warum Meditation so wichtig ist

Die Praxis der Meditation ist längst nicht mehr nur ein „Hobby“ von Mönchen, Gurus, Hippies oder Nonnen. In den letzten Jahren kamen neben der spirituellen Übungen in den verschiedenen religiösen Traditionen viele weitere Anwendungsfelder hinzu. So gilt die Meditation heute auch in der säkularen Welt als Entspannungsverfahren mit wissenschaftlich nachgewiesener Wirksamkeit. Besonders im Bereich der Medizin wird Meditation gerne als Praxis angewendet, um körperliche und psychische Erkrankungen zu therapieren. Dabei geht es längst nicht mehr nur darum, im sogenannten Lotossitz regungslos seine Gedanken zu beobachten. Denn mittlerweile gibt es zahlreiche weitere Praxen, die vor allem mit fließenden Bewegungen einhergehen. Ziel ist beispielsweise, die sieben Haupt-Chakren zu öffnen und zu balancieren. Dazu gehören vor allem Tai-Chi, Qigong und die Körperübungen des Yoga.

Die Hirnforschung versteht Meditation in erster Linie als „mentales Training“, welches zu einer verbesserten Selbstwahrnehmung und Selbstregulation führt. So wird neben unserem vegetativen Nervensystem im Sinne einer Entspannungsreaktion vor allem aber auch die Regulation unserer Emotionen beeinflusst. Die Forschung interessiert sich dabei vor allem für die Frage, wie durch die Übung von Achtsamkeit der Umgang mit Schmerzen, Ängsten, Depression oder Süchten positiv beeinflusst werden kann. Forscher gehen des Weiteren davon aus, dass durch Meditation positive Emotionen wie Mitgefühl/Empathie und liebevolle Güte entwickelt werden können.

Resonance: Beings of frequency

Neurowissenschaft – so verändert Meditation unseren Körper und Geist

Trotz der vielen wissenschaftlichen Anzeichen dafür, dass Meditation tatsächlich etwas mit unserem Körper macht, gibt es nach wie vor Skeptiker, die sich nur schwer überzeugen lassen. Mithilfe von Hirn-Scans haben Wissenschaftler jetzt aber herausgefunden, dass Meditation nicht nur entschleunigt und für Entspannung sorgt. Sie ist sogar in der Lage, bestimmte Hirnareale wachsen zu lassen. Ähnlich wie beim Sport können durch Meditation also bestimmte Bereiche unseres Gehirns wie ein Muskel trainiert und vergrößert werden. So arbeiteten beispielsweise Wissenschaftler aus Gießen und Harvard mehrere Jahre daran, die positiven Auswirkungen der Meditation auf das menschliche Gehirn nachzuweisen.

Im Zuge dieser Untersuchungen wurden erstmals die Auswirkungen eines bewährten Achtsamkeits-basierten Meditationsverfahrens namens MBSR (Mindfulness-Based-Stress-Reduction) mittels Hirnscans untersucht. Das Ergebnis war verblüffend. Teilnehmer berichteten nach etwa 8 Wochen MBSR-Praxis, besser mit Stress umgehen zu können, wobei sich diese Veränderungen auch in der Hirnstruktur der Probanden nachweisen ließen. Das heißt: Es wurde weniger Dichte der grauen Substanz an der Amygdala, welche für die Verarbeitung von Stress und Angst verantwortlich ist, nachgewiesen. Dafür aber mehr Dichte im Hippocampus und in Regionen, die für die Selbstwahrnehmung und das Mitgefühl zuständig sind.

Dieser Artikel ist im Original erschienen bei Horizonworld.

 

 

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