Sophie Scott, Neurowissenschaftlerin und Alleinunterhalterin, erklärt in einem TED Talk die Komplexität und die gesellschaftliche Bedeutung des Lachens.
Wie bringt man ein Publikum aus Wissenschaftlern zum Lachen? Für Sophie Scott, ist die Antwort einfach: Audioclips von sich schlapplachenden Menschen abspielen, denn Lachen ist ansteckend.
Für Sophie ist das allerdings mehr als nur ein gute Möglichkeit das Eis zu brechen. Sie erforscht am University College London (UCL) im Vereinigten Königreich die Neurowissenschaft des Lachens. Dabei untersucht sie sowohl den physischen Prozess des Lachens, als auch den sozialen Zweck: Wie nutzen wir Lachen in Beziehungen? Lachen sei nicht nur lustig, erklärt Sophie sondern auch unglaublich nützlich.
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Zurück vor ihrem Publikum verwendete Sophie Audioclips, um ihre Zuhörer zum Lachen zu bringen. Dabei sei es nicht nur die Tonspur, die uns mitlachen lässt, sagt Sophie, auch die Reaktionen unserer Nachbarn und Kollegen in unserer Nähe sind wichtig. Es liegt nahe zu denken, dass wir über Witze lachen. Hauptsächlich lachen wir jedoch, um mit anderen Menschen zu interagieren.
Wann immer man jemanden lachen höre, aktiviere das Gehirn die Neuronen und bereite sich darauf vor, mitzulachen, so Sophie. Wir sind darauf getrimmt, mitzumachen. Es gibt zwei Arten des Lachens: das unwillkürliche Lachen, bei dem man kaum atmen kann, und ein „gefälschtes“ Lachen, das als soziales Schmiermittel verwendet wird.
Lachen ist also eine Art soziales Werkzeug, durch das wir verschiedene Emotionen übermitteln. Es verbindet uns mit anderen Menschen und zeigt, dass wir keine Gefahr darstellen. Und obwohl wir zwischen „falschem“ und „richtigem“ Lachen unterscheiden können, sagt Sophie, sei das „falsche“ Lachen mit seiner sozialen Rolle nützlich
Dieser Beitrag ist erschienen auf der Webseite Science in School.
Die Autorin Laura Howes ist eine der Editoren von Science in School. Sie hat Chemie an der Universität von Oxford, UK, studiert und ist anschließend einer Gelehrtengesellschaft im UK beigetreten. Dort hat sie begonnen im Bereich der wissenschaftlichen Veröffentlichungen und dem Journalismus zu arbeiten. 2013 ist Laura nach Deutschland gezogen, dem European Molecular Biology Laboratory und Science in School beigetreten.
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