Ein wichtiger Effekt von EMFs ist die Öffnung der Blut-Hirn-Schranke. Diese Blut-Hirn-Schranke verhindert im Körper, dass Substanzen, die unser Steuerungsorgan Gehirn mit Störfaktoren belasten würden, nicht dorthin gelangen. Durch die Öffnung dieser Blut-Hirn-Schranke gelangen Quecksilber, Aluminium, Blei und andere Schadstoffe ins Gehirn, wo sie verschiedene neurodegenerative Erkrankungen verursachen.
EMF-Exposition und die Blut-Hirn-Schranke
Der Biologe und Neurowissenschaftler Allan H. Frey hat schon in den 1960-er Jahren bewiesen, dass eine geringe EMF-Strahlung, wie sie beispielsweise von einem Smartphone ausgesendet wird, diese wichtige Barriere öffnen kann, die Ihr Gehirn vor Toxinen und anderen Eindringlingen schützt. Allan H. Frey untersuchte, ob eine EMF-Exposition die Blut-Hirn-Schranke beeinträchtigen würde.
Forschung an Ratten
Er studierte Gruppen von Ratten: Eine Gruppe wurde zwei Stunden lang einer 1,9-Gigahertz-Strahlung (vergleichbar mit einem Handy) ausgesetzt. Eine zweite Gruppe erhielt diese Strahlenbelastung nicht.
Zuerst injizierte er einen fluoreszierenden Farbstoff in das Kreislaufsystem aller Ratten, die sich in einem Raum aufhielten, der von EMFs geschützt war. Wie erwartet, verbreitete sich der Farbstoff sehr schnell in allen Geweben außer dem Gehirn. Dann injizierte er den gleichen Farbstoff in die Ratten, die EMFs ausgesetzt waren. Innerhalb weniger Minuten war der Farbstoff ins Gehirn gelangt.
Forschung unter Druck
Mit Freys Karriere wurde so verfahren, wie mit vielen anderen unbequemen und unliebsamen Wissenschaftlern auch. Als er bewies, dass diese nichtionisierende Strahlung Ratten Schaden zufügt, wurde ihm klargemacht, dass er keine weiteren Forschungsgelder mehr erhalten würde. Das ist das Ende einer Wissenschaftlerkarriere und kommt einer Entlassung gleich. Glücklicherweise aber wurden seine Ergebnisse von vielen anderen Forschern bestätigt.
Negative Auswirkungen von EMFs
Negative Auswirkungen von EMFs auf die Öffnung der Blut-Hirn-Schranke:
- Kopfschmerzen oder Migräne
- Absterben von Gehirnzellen
- Eindringen von Viren, Schwermetallen und Bakterien ins Gehirn
- Störung der Nervenzellen und der gesamten Gehirnfunktion
- Schädigung des Nervensystems
- Erhöhung der Symptome von neurodegenerativen Erkrankungen wie beispielsweise Alzheimer oder Multipler Sklerose
- Gedächtnisverlust
- Erhöhung des Bedarfs an Glukose (Zucker) im Gehirn
Lang anhaltnde Beeinträchtigungen
Die Öffnung der Blut-Hirn-Schranke scheint durch die Verwendung eines Mobiltelefons sehr schnell ausgelöst zu werden. In einer anderen Studie zeigten Frauen, deren Blut direkt nach einem kurzen Telefonat entnommen wurde, höhere Werte eines bestimmten Schilddrüsenhormonträgers. Am besorgniserregendsten ist, dass dieser Schaden tagelang, wenn nicht gar wochenlang andauern kann.
Von Ratten und Menschen
In einer Studie von Leif G. Salford, Professor für Neurochirurgie und Direktor der Rausing-Forschungsstätte an der schwedischen Universität Lund, hatten Ratten, die nur 2 Stunden lang Mobilfunkstrahlung ausgesetzt waren, 8 Wochen nach der Exposition noch nicht wieder die Ausgangssituation einer normal funktionierenden Blut-Hirn-Schranke erreicht. Das gleiche Resultat zeigten auch Untersuchungen von Personen, die einem hohen Anteil an »schmutziger Elektrizität« ausgesetzt waren.
Sinkende Neurotransmitter
Als der Epidemiologe Samuel Milham und der Elektriker Dave Stetzer die sogenannten DE-Werte in einer öffentlichen Bibliothek von 10 000 GS-Einheiten (extrem hoch und besorgniserregend) auf unter 50 GS-Einheiten – das ist hier der angegebene Grenzwert – mit speziellen Filtern reduzierten, stellten sie fest, dass die Werte der Neurotransmitter (Botenstoffe im Gehirn) im Urin bei Teilnehmern, die dort arbeiteten, immens sanken.
Schmutzige Elektrizität
DE-Werte beziehen sich auf Dirty Electricity, die sogenannte schmutzige Elektrizität. Schmutzige Elektrizität, auch elektrische Verschmutzung genannt, sind hochfrequente Spannungsspitzen. Sie wird durch Lichtbogenbildung, durch Funkenbildung und durch alle Geräte, die den Stromfluss unterbrechen, insbesondere Schaltnetzteile, erzeugt. Schmutzige Elektrizität wurde mit Krebs, Diabetes und Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörungen beim Menschen in Verbindung gebracht. GS-Einheiten sind eine Messeinheit (Gra-ham/Stetzer).10
Die Blut-Hirn-Schranke und andere Barrieren
Alle bereits erwähnten Beobachtungen zeigen, dass EMFs die Blut-Hirn-Schranke öffnen, Toxine ins Gehirn lassen und Neurotransmitter beziehungsweise Hormone ins Ungleichgewicht kommen. Forscher von (industrie-)unabhängigen Studien argumentieren auch, dass wir die Möglichkeit in Betracht ziehen sollten, dass EMFs zur Schwächung anderer wichtiger Barrieren im menschlichen Körper beitragen könnten, einschließlich der
- Blut-Augen-Schranke (schützt die Augen) – Auswirkungen und Verschlechterung von Katarakt und Kurzsichtigkeit
- Blut-Plazenta-Schranke (schützt den sich entwickelnden Fötus) –Auswirkungen und Verschlechterung von Problemen beim Fötus, Autismus und Fehlgeburten
- Blut-Darm-Schranke (schützt die ordnungsgemäße Verdauung und Ernährung) – Auswirkungen und Verschlechterung von Autoimmunkrankheiten, Verdauungsstörungen, Nahrungsmittelunverträglichkeit, Borreliose-Symptome und Ähnliches
- Blut-Testis-Barriere (schützt die sich entwickelnden Spermien in den Hoden) – Auswirkungen und Verschlechterung von Unfruchtbarkeit, Verlust der Libido, Krebs, Impotenz
Autoimmunerkrankungen
Nicht nur denkbar, sondern höchst wahrscheinlich ist, dass die EMF-Exposition einer der vielen Gründe sein könnte, warum Autoimmunerkrankungen wie
- Zöliakie und
- Morbus Crohn,
- Nahrungsmittelallergien und
- Verdauungsstörungen wie der Reizdarm, die alle mit dem
- Sickerdarm beziehungsweise
- Leaky-Gut Syndrom zusammenhängen,
derart zunehmen. Mehr darüber erfahren Sie auch in meinem Buch „Die Säure des Lebens„.
Weitere Schäden
Es wird also sichtbar, dass EMFs nicht nur die DNA Ihrer Zellen schädigen, sondern ferner
- diese Zellen auch mit Calcium fluten lassen,
- die Polarität in jeder Zelle stören beziehungsweise aufheben,
- die natürlichen Barrieren Ihres Körpers für Toxine weit öffnen und mikrobielle Eindringlinge hereinlassen und
- verhindern, dass Ihr Körper diesen Schaden heilt und im Schlaf repariert.
Katastrophenszenario
Das entspricht einem Katastrophenszenario, vergleichbar mit einem Angriff auf Troja, bei dem die Feinde ins Innere geschleust wurden, mit gleichzeitig weit geöffneten Toren und vergifteten beziehungsweise alkoholisierten Verteidigern. Sie können sich vorstellen, wer hier gewinnt.
Lesen mehr dazu in meinem Buch.