Besondere Gefahr: Schädigung der Darmwand

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Eine Entzündung schädigt den Dünndarm und damit das optimale Funktionieren seiner Filterfunktion. Es öffnen sich quasi Tür und Tor. Und viele unerwünschte Substanzen können in das Körperinnere gelangen.

Dysbiose – wenn der Darm aus dem Gleichgewicht gerät

Entzündungen schädigen den Dünndarm

Eine Entzündung (im Fachjargon Duodenitis und Enteritis) schädigt auch den Dünndarm und damit das optimale Funktionieren der Filterfunktion. Der Dünndarm verliert dadurch seine Engmaschigkeit, da die sogenannten »Tight Junctions«, die engen Verbindungen zwischen den Zellen, nicht mehr zusammenhalten. Damit öffnen sich quasi Tür und Tor, und viele unerwünschte Substanzen können in das Körperinnere gelangen.

darm-detox-biofilmLangsame und schleichende Vergiftung

Nicht zuletzt ist dies auch der Grund, warum ein zunehmender Prozentsatz unserer Bevölkerung auf Lektine so stark reagiert. Es gibt aber auch Menschen mit einer guten Schleimschicht, die die Lektine binden kann. Diese haben dann mit Lektinen keine oder nur wenig Probleme. Die Öffnung der Tight Junctions ist der Zustand, den man als Sickerdarm-Syndrom (Leaky-Gut-Syndrom) bezeichnet. Es ist der Beginn einer langsamen und schleichenden Vergiftung. Ein wichtiger Faktor ist dabei die Existenz des Biofilms. Liegt eine solche Schicht auf der Darmwand, reduziert sich die schützende Darmflora, das sogenannte Mikrobiom. 

Die gesunde Darmwand – Wächter der Gesundheit

Ein einfacher Test

Ein Leaky-Gut-Syndrom (Sickerdarm) kann über einen einfachen Test nachgewiesen werden. Auch der Erfolg einer Therapie kann damit kontrolliert werden. Dabei wird ein spezielles Protein namens Zonulin gemessen. Zonulin ist maßgeblich an der Öffnung der Tight Junctions beteiligt. Je höher der Zonulin-Wert im Serum, umso durchlässiger ist die Darmmembran und umso ausgeprägter ist der Sickerdarm.  Dabei betrachtet man einen Wert unterhalb von 38 Nanogramm pro Milliliter als normal. Alle darüber liegenden Werte weisen auf ein Leaky-Gut-Syndrom hin. In Deutschland macht diesen Test das Institut für Medizinische Diagnostik in Berlin IMD.

 

Die kranke Darmwand – Sickerdarm oder Leaky Gut

 

Dreifacher Schaden

Wenn die Darmwand durch verschiedene Bakterienstämme geschädigt wird, führt dies zu einem dreifachen Schaden. Bei der sogenannten Dysbiose unterbrechen die opportunistischen, schädlichen Darmbakterien die normale Arbeit der Darmflora. Dabei passiert Folgendes: 

1. Die schädlichen Bakterien produzieren ihre eigenen Gifte.
2. Gleichzeitig lassen sie den Darm ungeschützt, sodass die Darmwand möglichen Toxinen aus den Nahrungsmitteln und Getränken schutzlos ausgesetzt ist.
3. Ein weiterer Faktor ist der Umstand, dass die Darmwand unterernährt bleibt, da unsere Darmflora die Darmwand normalerweise direkt mit Nährstoffen versorgen kann.

Die Rolle von Bakterien in unserem Körper

Unterversorgung und Schädigung schaukeln sich auf

0–70 Prozent ihrer Energie erhält die Darmwand aus dieser direkten Versorgung. So schaukeln sich Unterversorgung und Schädigung der Darmwand gegenseitig auf. Das Endresultat ist folgerichtig eine noch stärkere Besiedelung mit schädlichen Bakterien, Viren, Parasiten und dem Pilz Candida albicans sowie anderen pathogenen (krankmachenden) Pilzformen.

 

 

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Uwe Karstädt Editor

Ich erlebe es tagtäglich an meinen Patienten: Gesundheit heißt im Einklang sein mit ihrem gesamten Organismus und der Welt um sie herum. Sie sind für ein gesundes Leben bestens ausgerüstet. Denn:
Gesundheit ist das natürlichste auf dieser Welt.

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