Die Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter. Aber sind wir bereit, uns mit ihr zu verändern?

Dieser Artikel von Jacob Devaney erschien im Original in englischer Sprache bei www.uplift.love

„Diese besonderen Missverständnisse betreffen eigentlich uns alle und haben unsere Kultur auf ungesunde Weise geprägt. Die Wissenschaft entwickelt sich immer weiter. Aber manchmal können Individuen und die Gesellschaft dabei stecken bleiben. Wenn neue Informationen präsentiert werden, kann es befreiend sein, wenn wir den Mut haben, Glaubenssysteme zu überprüfen und unser Leben entsprechend zu revidieren. Das erfordert ein gewisses Maß an Achtsamkeit, Humor und Bescheidenheit. Aber die Ergebnisse können eine tiefgreifende Veränderung in unserer Lebensweise bewirken.

Ich hatte kürzlich die Gelegenheit, einige Zeit mit dem weltbekannten Biologen Bruce Lipton zu verbringen. Er hat mich zu diesem Artikel inspiriert. Als Gelehrter, Forscher und Zellbiologe ist Bruce Lipton wahrscheinlich am meisten für seine Beiträge auf dem Gebiet der Epigenetik bekannt, zusammen mit seinem bahnbrechenden Buch „The Biology of Belief, Unleashing the Power of Consciousness, Matter, and Miracles„. Seine Arbeit hat die Tür für die Versöhnung von Wissenschaft und Spiritualität geöffnet. Sie hat ein neues Paradigma in der Art und Weise, wie wir über biologische Systeme und Evolution denken, eingeläutet.

´Wir können lernen, wie wir unsere Physiologie positiv beeinflussen können, indem wir uns bewusst werden, wie wir unsere Gedanken und Gefühle besser nutzen können. Die Idee ist: sobald Sie verstehen, wie Ihre Überzeugungen Ihr Leben verändern, wissen Sie, dass Sie Ihre Wahrnehmungen ändern müssen, wenn Sie Ihr Leben ändern wollen.´- Bruce Lipton

Irrglaube Nr. 1: Konkurrenz ist größer als Kooperation

Uns wird gesagt, dass die treibende Kraft der Evolution das „Überleben des Stärkeren“ ist. Wir haben das (im Falle des Sozialdarwinismus) angewendet, um Krieg, Völkermord, Kolonialismus und unser kapitalistisches Wirtschaftssystem zu rechtfertigen. Obwohl Darwin verstand, dass seine Theorie kooptiert und fehlinterpretiert wurde, konnte er wenig tun, um die Zahnräder zu stoppen, die kulturell in Bewegung waren. Er schrieb darüber in seinem späteren Buch „Die Abstammung des Menschen“, in dem er betonte, dass Kooperation eine noch entscheidendere Rolle in der Evolution der Arten spielte als Konkurrenz.

´Diejenigen Gemeinschaften, die die größte Anzahl der sympathischsten Mitglieder umfassten, würden am besten gedeihen und die größte Anzahl von Nachkommen aufziehen.´ – Charles Darwin, die Abstammung des Menschen

In den meisten Pflanzen- und Tiergemeinschaften wird der Kampf durch Kooperation ersetzt. Das führt zur Entwicklung von intellektuellen und moralischen Fähigkeiten, die der Spezies die besten Bedingungen für das Überleben sichern. Pflanzenarten im Wald oder Dschungel haben sich entwickelt und angepasst, um eine blühende Gemeinschaft der biologischen Vielfalt zu unterstützen, zu der auch Käfer und Tiere gehören. Bei der Verwendung des Ausdrucks „Survival of the Fittest“ beschränkt sich Darwins Definition von „fittest“ nicht auf die körperlich Stärksten.  Sondern er wird auch auf diejenigen angewandt, die lernen, zusammenzuarbeiten, um sich gegenseitig zu unterstützen, sowohl die Starken als auch die Schwachen, zum Wohl der größeren Gemeinschaft. Die Geschichte zeigt uns, dass Gesellschaften, die auf Homogenität und Dominanz basieren, oft in den Faschismus abgleiten und sich schließlich selbst verschlingen.

Irrglaube Nr. 2: Wir sind das Ergebnis zufälliger Mutationen

Die genauere Terminologie ist eigentlich „adaptive Mutationen„. Zufällige Mutation bedeutet vom Zufall geprägt, bedeutungslos und ohne Muster. Während adaptive Mutation bewusste Evolution bedeutet, die uns auch dazu einlädt, Bedeutung, Funktion und Muster innerhalb des biologischen Prozesses zu erforschen. Als biologische Wesen war jede adaptive Mutation in unserer Geschichte ein Versuch, uns zu verbessern, effizienter zu werden und unsere Funktionalität zu erhöhen. Wir sind das Ergebnis von Milliarden von Zellen, die als ein einheitlicher Organismus zusammenarbeiten. Und das ist kein Zufall!

Bruce Lipton – Genetischer Determinismus ist falsch

Diese Erkenntnis impliziert, dass wir Menschen in dem größeren biologischen System, das wir bewohnen, eine Rolle zu spielen haben. Als Apex-Spezies haben wir die Möglichkeit, die Umwelt, die unser Leben erhält, zu zerstören. Oder die bewussten Verwalter und Beschützer dieses empfindlichen Gleichgewichts zu sein, das alles Leben gedeihen lässt. Nie zuvor gab es mehr wissenschaftliche Beweise oder spirituelle Notwendigkeit für uns, die bewusste Evolution auf dem Planeten zu unterstützen und zu fördern.

Irrglaube Nr. 3: Die Gene kontrollieren uns

Die Idee des genetischen Determinismus, die besagt, dass wir von unseren Genen kontrolliert werden, ist durch die neue Biologie der Epigenetik in Frage gestellt und umgestoßen worden. Epigenetik, was so viel wie „über den Genen“ bedeutet, informiert uns darüber, dass das, was die Gene kontrolliert, über den Genen liegt, was auch Umweltfaktoren einschließt. Mit anderen Worten, vererbte Veränderungen in der Expression eines Gens beinhalten keine Veränderungen in der zugrunde liegenden DNA-Sequenz. Diese Veränderung des Phänotyps (körperliche Merkmale eines Organismus) ohne eine Veränderung des Genotyps (ererbte genetische Merkmale) sagt uns, dass wir nicht Opfer unserer Gene sind. Veränderungen der Umwelt, Überzeugungen und andere Faktoren bestimmen, wie wir uns anpassen und biologisch weiterentwickeln. All dies stärkt und unterstützt die Aufforderung zur bewussten Evolution von uns selbst, unserer Gesellschaft und unserem Planeten!

´Das Feld ist die einzige regierende Instanz des Teilchens.´ – Albert Einstein

Der Mensch ist eine Apex-Spezies. Das bedeutet, die Kräfte der Biologie, die uns seit Äonen geformt haben, haben uns mit enormer Macht ausgestattet. Mit der Macht kommt die Verantwortung! Ignoranz im Zeitalter der Information ist eine schlechte Wahl. Wissen hat die Fähigkeit, uns in unvorstellbarer Weise zu befähigen und zu befreien, wenn wir bereit sind, die Zügel unseres kollektiven Schicksals in die Hand zu nehmen.

Fühlen Sie sich verbunden?

Überlegen Sie, wie Ihre Überzeugungen und Wahrnehmungen eine innere Umgebung schaffen, auf die Ihre Biologie reagiert.

  • Wie interagieren Sie mit Ihrer natürlichen Umgebung?
  • Fühlen Sie sich mit dem größeren Feld um Sie herum verbunden oder isoliert?
  • Welche Art von Energiefeld strahlen Sie auf die Welt um Sie herum aus?

Indem Sie sich etwas Zeit für diese Fragen nehmen und Möglichkeiten in Betracht ziehen, werden Sie Ihre Biologie verändern. Bewusstsein ist das Ziel und es ist bereits hier und jetzt. Änderungen im Lebensstil werden bald folgen!“

Dieser Artikel von Jacob Devaney erschien im Original in englischer Sprache bei www.uplift.love

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