Wir erhalten viele Informationen über unsere Sinnesorgane. Aber wenn das Gehirn wegen Nährstoff- und Neurotransmittermangel nicht funktioniert, können wir die Informationen nicht richtig verarbeiten. Vieles weist darauf hin, dass hier das Mikrobiom eine gravierende Rolle spielt.

Denken wir mit unserem Darm?Der Darm prägt die Psyche

Ohne die Darmschleimhaut können auch die Nährstoffe und der Treibstoff nicht zum Gehirn gebracht werden. Aus allen Szenarien, die im Darm stattfinden, werden sich Nachwehen in Ihrem Leben ergeben. Ihre Gefühle und die Gedanken werden über das autonome Nervensystem Ihrer Darmschleimhaut »eingegeben«.

Neben der Information, die vom Darm an das Gehirn weitergegeben wird, geht es aber auch um die Nährstoffe. Zu den Nährstoffen gehören die Vorläufer der Neurotransmitter sowie die Neurotransmitter selbst. Ein Neurotransmitter ist definiert als ein chemischer Botenstoff, der Signale zwischen verschiedenen Nervenzellen oder Neuronen und anderen Zellen im Körper überträgt, verstärkt und im Gleichgewicht hält.

Kraftstoff in den Mitochondrien

Diese chemischen Botenstoffe können eine Vielzahl von sowohl physischen als auch psychischen Funktionen beeinflussen, darunter Herzfrequenz, Schlaf, Appetit, Stimmung und Angst. Dazu brauchen sie auch den Kraftstoff ATP, mit dem die Neuronen überhaupt erst in die Lage versetzt werden zu arbeiten. Dieser Kraftstoff entsteht in den Mitochondrien, die sich – wie in allen anderen Zellen – auch in den Neuronen in unserem Gehirn befinden.

darm-detox-biofilmGehirn abhängig vom Darm

Sie werden also letztendlich von unserem Mikrobiom gefüttert. Das Mikrobiom im Darm schlüsselt die Nährstoffe erst auf oder stellt sie her. Das ist in unserem Darm nicht anders als im Humus unserer Erde. Das Mikrobiom – bestehend aus Billionen von kleinsten Lebewesen – kümmert sich eben nicht nur um die Energieversorgung, sondern auch um die Versorgung mit gesunden Informationen. Auf jeder Ebene gedeiht und funktioniert das Gehirn also völlig abhängig vom Darm.

Der Darm: Quelle für Kraft und Vitalität

Zentrum der Intelligenz

Wenn man diese Ausführungen in ihrem ganzen Gewicht und der ganzen Tiefe verinnerlicht, dann kommt man um die folgende Schlussfolgerung nicht herum: Der Darm ist das Zentrum der Intelligenz im menschlichen Körper. Die Intelligenz sitzt also da, wo Sie möglicherweise bis jetzt ganz profane Nahrungszerlegung und -aufnahme vermutet haben. Der Darm ist die zentrale Verarbeitungseinheit und der Ort, an dem die meisten Impulse und Informationen von den peripheren Nerven aufgenommen werden.

Wir erhalten selbstverständlich auch viele Informationen über unsere Sinnesorgane. Aber wenn das Gehirn wegen Nährstoff- und Neurotransmittermangel nicht funktioniert, können wir die Informationen nicht richtig verarbeiten.

Ursache von Depressionen und Angststörungen

Bei Erwachsenen treten seit den 1990er-Jahren rasant ansteigend depressive Verstimmungen bis schwere Depressionen und Angststörungen auf, die typischerweise schon in den Teenagerjahren einsetzen. Verhaltensstörungen, Panikattacken, Angststörungen und depressive Verstimmungen in einem Alter, wo Lebenslust und Gesundheit ihren Höhepunkt haben sollten? Vieles weist darauf hin, dass hier ein zerstörtes Mikrobiom eine gravierende Rolle spielt.

Noch dazu, wenn als zweiter schwerwiegender Faktor der Elektrosmog seine Wirkung entfaltet. Wenn man betrachtet, wie sich der Großteil unserer jüngeren Generationen verhält, besonders im Hinblick auf Essgewohnheiten oder die Nutzung digitaler Medien, dann kann man schon ahnen, wo hier die Ursachen zu finden sind.

Dr. Doepp

Neuro-degenerativen Erkrankungen

Wir zählen aber auch die neuro-degenerativen Erkrankungen bei den Erwachsenen dazu – wie beispielsweise Parkinson mit einer zunehmenden Parkinsondemenz, MS oder Alzheimerdemenz. Parkinson tritt dabei mehr bei Männern, die Alzheimerkrankheit mehr bei Frauen auf. Beide Erkrankungsbilder haben sich in den letzten 15–20 Jahren verfünffacht. Jeder Bauer würde von einer Seuche sprechen, wenn sich ein Krankheitsbild seiner Tiere verfünffachen würde.

Auch die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist plötzlich kein völlig exotisches Krankheitsbild mehr, wie sie es noch vor 25 Jahren war.

Zusammenbruch des inneren Ökosystems

Gibt es einen gemeinsamen Nenner für alle diese Erkrankungen? So wie unser Ökosystem auf einen Zusammenbruch zusteuert, könnten wir das auch als Zusammenbruch des inneren Ökosystems bezeichnen. Die Biologie bricht buchstäblich unter unseren Füßen zusammen.

Mehr dazu lesen Sie in meinem Buch „Elektrosmog und Glyphosat – Wie Sie die lautlosen Killer der Menschen eliminieren“.

 

 

 

 

 

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Uwe Karstädt Editor

Der bekannte Heilpraktiker und Gesundheitsautor trägt als Gastautor mit seinen Artikeln zu diesem Blog bei.

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