Homocystein Teil 2: Messung und Krankheitsbilder

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Der Homocysteinspiegel beschreibt die Homocysteinkonzentration im Blutplasma. Er wird in Mikrogramm pro Liter angegeben und kann Indikator für verschiedene Mangelzustände sein. In wissenschaftlichen Erhebungen konnte bestätigt werden, dass der Homocysteinwert eines Menschen zuverlässig auf einen Vitamin-B-Mangel hinweist.

 
 

Homocystein: Was ist das?Bestimmung des Homocysteinwertes

Der Kennwert des Homocysteinspiegels ist keine konstante Größe, sondern unterliegt verschiedenen Einflussfaktoren. So konnte mithilfe wissenschaftlicher Studien beispielsweise festgestellt werden, dass die Aminosäurekonzentration im Blut im statistischen Durchschnitt mit steigendem Lebensalter zunimmt. Positive Einflüsse auf den Homocysteinspiegel gehen vor allem von der Aufnahme qualitativ einwandfreier und vitaminreicher Lebensmittel aus.

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Bestimmten Personengruppen empfehlen Fachleute eine regelmäßige Bestimmung des Homocysteinwertes. Zu den entsprechenden Menschengruppen zählen beispielsweise Patienten, die an Erkrankungen wie koronarer Herzkrankheit, arteriellem BluthochdruckMorbus Alzheimer, Niereninsuffizienz, Morbus Parkinson, Fettstoffwechselstörungen oder erhöhten Blutfetten leiden. Auch bei Rauchern und Menschen, in deren Familie Herz-Kreislauferkrankungen vorliegen, kann eine regelmäßige Kontrolle des Homocysteinspiegels sinnvoll sein, um von einer erhöhten Aminosäurekonzentration ausgehende gesundheitliche Gefahren frühzeitig abwenden zu können.

Ein gesunder Homocysteinspiegel sollte unter anderem angestrebt werden, weil zu hohe Konzentrationen des Zellgiftes den Körper schädigen können. Ein in medizinisch relevanter Weise erhöhter Homocysteinspiegel kann sich in mehrfacher Weise beeinträchtigend auf den menschlichen Organismus auswirken. Häufig zeigen sich gesundheitliche Auswirkungen bereits bei jungen Menschen. 

Homocystein Teil 2: Messung und KrankheitsbilderMögliche Krankheitsbilder

Während ein erhöhter Homocysteinspiegel ursächlich an unterschiedlichen Krankheitsbildern beteiligt sein kann, tritt er außerdem auch in der Folge gestörter Körperprozesse auf. So kann sich ein erhöhter Homocysteinspiegel etwa als Folge eines gestörten Methionin-Stoffwechsels einstellen. Einer entsprechenden Stoffwechselstörung liegen in vielen Fällen Faktoren wie Vitamin- und/oder Enzymmangelzustände zugrunde.

Kommt es aufgrund einer beschriebenen Stoffwechselbeeinträchtigung zu einer übermäßigen Anreicherung der Aminosäure Homocystein im Blutplasma, ist in der Medizin auch von der sogenannten Hyperhomocysteinämie die Rede. Sind bei einem Patienten erhöhte Homocysteinausscheidungen über den Urin festzustellen, so wird dieses Phänomen auch als Homocystinurie bezeichnet.

Die folgenden Unterpunkte betrachten die ursächliche Rolle der Aminosäure Homocystein im Rahmen des Auftretens von Erkrankungen wie

Herzkohärenz

Herzinfarkt

Ein Zusammenhang zwischen einem erhöhten Homocysteinspiegel und dem Risiko, eine kardiovaskuläre Erkrankung zu erleiden, ist wissenschaftlich mehrfach nachgewiesen. Das erhöhte Erkrankungsrisiko betrifft in genannten Studien vornehmlich das Auftreten eines Herzinfarktes.

Schlaganfall

Wissenschaftliche Untersuchungsergebnisse zu den Einflüssen eines erhöhten Homocysteinspiegels auf Gesundheitsrisiken heben unter anderem einen deutlichen Effekt von Homocystein auf das Auftreten sogenannter zerebrovaskulärer Komplikationen (in den meisten Fällen handelte es sich bei den betrachteten Komplikationen um Schlaganfälle) hervor.

Lieblosigkeit macht krank

Demenz

Eine ausreichende Verfügbarkeit von B-Vitaminen kann einer abnehmenden Gehirnmasse bei älteren Menschen deutlich entgegenwirken. Aufgrund seiner potenziell schädigenden Einflüsse auf die Hirnleistung kann ein erhöhter Homocysteinspiegel schließlich auch die Gefahr von Demenz und Alzheimer erhöhen.

Glaukom / Makuladegeneration

Im Rahmen einer im hessischen Wiesbaden durchgeführten Studie konnte festgestellt werden, dass ein erhöhter Homocysteinspiegel zu den wichtigen und unabhängigen Risikofaktoren für die Entwicklung einer Makuladegeneration zählt.

Depression

Eine Vielzahl an Studien konnte belegen, dass ein Zusammenhang zwischen einer Depression und einer zu geringen Folsäureversorgung (Folsäure wird durch den Organismus unter anderem benötigt, um Homocystein abzubauen) betroffener Patienten besteht.

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Osteoporose

Im Rahmen zweier europaweit durchgeführter Forschungsstudien zeigte sich ein deutliches Zusammenspiel zwischen der Variable einer vorliegenden Osteoporose bei Versuchsteilnehmern sowie einem bei diesen Teilnehmern festgestellten erhöhten Homocysteinspiegel. Entsprechende Studien sind die Longitudinal Aging Study (LASA) und die Rotterdamstudie.

Dieser Artikel ist lesen Sie in der Langversion beim Homocystein Netzwerk.

Lesen Sie in den unseren Blogartikeln mehr zum Thema über den Homocysteinspiegel, die Deutung der Homocysteinwerte und Homocystein in der Ernährung.

Hier lesen Sie Teil 1: 

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Michaela Derstroff Administrator
Redaktion

Als Redakteurin beim Haus des Heilens möchte ich mit meinen Beiträgen zum Einklang zwischen Geist, Seele und Körper beitragen. Frei nach Paracelsus:
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