Oxytoxin ist ein wahres Wundermittel, meint unser Gastautor und Gesundheitscoach Uwe Karstädt. Sieben Umarmungen pro Tag reichen aus, um die Vorteile des wunderbaren Oxytocins zu spüren. Das sind die dreieinhalb Minuten, die Ihr Leben retten können!
Umarmungen lösen Glück aus
Jemanden mit einer herzlichen Umarmung zu begrüßen, führt zu einem Serotonin-Dopamin-Ausstoß direkt im Gehirn, vorausgesetzt Sie umarmen mindestens 25 Sekunden. Umgangssprachlich nennen wir diesen Hormonausstoß einfach Glück. Das ist im Übrigen der gleiche ekstatische Zustand von Freude und Liebe, den wir in der krankmachenden Ersatzhandlung durch die Fett-Salz-Zucker-Kombination von „Wohlfühlessen“ erleben sprich: Kuchen, Eiskrem und ähnliche Süßigkeiten. Ein wahrlich armseliger Ersatz gefolgt vom sogenannten „Sugarblues“.
Stärkung des Immunsystems
Umarmungen sind jedoch von echtem gesundheitlichem Nutzen und ohne die fatalen Effekte dieser „Kalorienbomben“. Eine Umarmung wirkt sich nicht nur positiv auf Ihre Stimmung und Ihre Beziehung aus, sondern stärkt auch Ihre angeborene Immunität, die Sie in eine gesunde Beziehung zu den 10 Millionen verschiedenen Viren setzt, die sich ständig in Ihrem Blutkreislauf aufhalten.
Ohne Nebenwirkungen
Davon können die Hersteller von Medikamenten und Impfstoffen nur träumen. Und das alles ohne unerwünschte Nebenwirkungen! Oxytocin unterstützt uns bei der Bewältigung von Depressionen und fördert die Empathie gegenüber anderen Menschen, Tieren und sogar unserer Mutter Erde. Darüber hinaus verbessert es nachweislich unser Gedächtnis für Gesichter. Wenn Oxytocin unser Gehirn durchflutet, hilft es uns, neue Freunde zu finden.
Oxytoxin nach 3 ½ Minuten
Der amerikanische Neurowissenschaftler Paul Zak hat herausgefunden, dass 7 Umarmungen pro Tag ausreichen, um die Vorteile dieses wunderbaren Oxytocins zu spüren. Das sind die dreieinhalb Minuten, die Ihr Leben retten können! Gerade nach der langen Durststrecke der letzten Jahre mit Abstand halten und dem Argwohn vor körperlicher Nähe wird es Zeit die Nähe zu unseren Mitmenschen wieder als das zu betrachten, was sie ursprünglich waren: Glück, Menschlichkeit und Fürsorge als Basis für unsere Gesundheit. Falls Ihnen Umarmungen unangenehm sind, tasten Sie sich langsam wieder in diesen Bereich von unbefangenen körperlichen Berührungen vor wie Sie es als Kind erlebt haben.
Lebenskraft und Lebenswillen stärken
Wenn Sie umarmen und berühren, achten Sie darauf, dass Sie entspannt sind. Erst dann fühlen Sie sich glücklicher und sicherer – und Sie entspannen umso mehr. Außerdem fühlen Sie sich einbezogen, anstatt den sozialen Schmerz der Ausgrenzung zu spüren. Wir Menschen sind soziale Wesen und haben uns so entwickelt, dass wir andere Menschen brauchen. Körperliche Nähe und Berührung gehörte von Anfang an dazu.
Berührungen regen unsere Lebenskraft an und stärken den Lebenswillen in uns, und zwar nicht nur auf emotionaler Ebene, sondern auch auf biologischer Ebene. Jeder körperliche Kontakt erreicht die entferntesten Zellen, die tief in uns ihre Organfunktionen erfüllen. Wenn wir eine echte, tiefe Umarmung erleben, fühlen wir uns unterstützt und in einem größeren Zusammenhang aufgehoben. Geben und Nehmen verschmelzen sowie sich auch die Kluft zwischen Gebenden und Nehmenden auflöst.
Das Licht des Lebens schüren
Dazu gehört – quasi als Einstieg oder als Zugabe – ein echtes, liebevolles, warmes Lächeln, wenn wir Menschen begrüßen – ob wir sie kennen oder nicht.
Wir sind alle aufgerufen uns wieder mit dem Instinkt der Seele zu verbinden, uns gegenseitig zu unterstützen und das Licht des Lebens mit einer Umarmung und einem offenen Blick in die Augen zu schüren. Dieser Blick, das Lächeln und die Umarmung sagen: Ich sehe dich. Ich bin froh, dass du hier bist. Ich bin beglückt, diesen Raum und diesen Moment der Begegnung mit dir zu teilen.
Wenn Sie heute etwas für sich tun wollen, umarmen Sie jemanden für mindestens eine halbe Minute – und wiederholen Sie das siebenmal – täglich!
Lesen Sie auch den ersten Teil des Artikels von Uwe Karstädt: