36 Fragen zum Verlieben

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Kann es zwei Menschen wirklich helfen, sich zu verlieben, wenn sie sich eine Reihe von strukturierten Fragen stellt? Das ist die Prämisse hinter den berühmten „36 Fragen zum Verlieben“, die sogar die psychologische Forschung inspiriert haben, zu untersuchen, wie Intimität entsteht.

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Wie entstanden die 36 Fragen zum Verlieben?

Heute bringen Menschen die Fragen zu ihren ersten Dates mit. Ehetherapeuten eben die Fragen an Paaren, die eine emotionale Wiederverbindung suchen.  Die sogenannten „36 Fragen zum Verlieben“ umfassen eine Reihe von Fragen, die in den 1990er Jahren von den Psychologen Arthur Aron, Ph.D., Elaine Aron, Ph.D. (Ehemann und Ehefrau) und anderen Forschern entwickelt wurden.

Sie wollten sehen, ob zwei Fremde eine innige Beziehung aufbauen können indem sie sich gegenseitig eine Reihe zunehmend persönlicher Fragen stellen. Am Ende des Experiments wurden die Paare gebeten, sich vier Minuten lang ununterbrochen in die Augen zu sehen. Das Experiment wurde sehr populär, nachdem die Kolumne „Modern Love“ der New York Times 2015 einen Aufsatz von Mandy Len Catron über ihre Erfahrungen beim Ausprobieren der Fragen mit einem Bekannten veröffentlichte, den sie später heiratete.

 

 

 

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Was war das Ziel?

Die Fragen sollen zwei Personen dabei helfen, nach und nach immer mehr über sich preiszugeben. Sie sollen herausfinden, inwiefern sie einander ähnlich sind. Es geht darum, auszusprechen, was sie aneinander mögen. Diese Kombination aus Selbstoffenbarung, wahrgenommenen Ähnlichkeiten und der Offenheit, einander nahe zu kommen, beschleunigt nachweislich die Entstehung von Gefühlen der Nähe und Intimität.

Wie Elaine Aron in einem Blogbeitrag von Psychology Today feststellt, waren die Fragen jedoch nicht speziell darauf ausgelegt, Menschen dabei zu helfen, sich zu verlieben. Es geht vielmehr darum, Nähe zu schaffen. Die Fragen wurden später in vielen weiteren psychologischen Studien verwendet. Das Spektrum reicht von der Unterstützung verheirateter Paare, einander wieder näher zu kommen, bis hin zur Unterstützung von Menschen beim Abbau rassistischer Vorurteile.

 

 

 

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Können sich zwei Fremde mit 36 Fragen verlieben?

Die 36 Fragen helfen zwei Fremden effektiv dabei, Gefühle von Nähe und Intimität zu entwickeln. Sie können sich „verlieben“ dabei oder auch nicht. Die beiden Forscher betonen, dass das Ziel ihres Verfahrens darin bestand, ein vorübergehendes Gefühl der Nähe zu entwickeln, nicht eine tatsächliche dauerhafte Beziehung. Sie  glauben, dass die in diesen Studien erzeugte Nähe in vielen wichtigen Punkten als ähnlich erlebt wird wie gefühlte Nähe in natürlich vorkommenden Beziehungen, die sich im Laufe der Zeit entwickeln. 

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Funktionieren die 36 Fragen zum Verlieben wirklich?

Die 36 Fragen haben zumindest einigen Paaren geholfen, sich zu verlieben, obwohl andere nicht so viel Glück damit hatten. Catron, die Autorin des viralen Times-Essays, heiratete den Mann, mit dem sie das Experiment durchgeführt hatte. Ein weiteres Paar aus einem der ursprünglichen Experimente der Arons mit dem Fragensatz heiratete ebenfalls, und das gesamte Forschungsteam nahm an der Hochzeit teil.

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Sie möchten die Fragen einmal ausprobieren?

Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten:

Diesen Text haben wir in Ausschnitten übersetzt. Im Original schrieb ihn Kelly Gonsalves auf www.mindbodygreen.com

 

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Michaela Derstroff Administrator
Redaktion

Als Redakteurin beim Haus des Heilens möchte ich mit meinen Beiträgen zum Einklang zwischen Geist, Seele und Körper beitragen. Frei nach Paracelsus:
„Der Arzt verbindet deine Wunden. Dein innerer Arzt aber wird dich gesunden. Bitte ihn darum, sooft du kannst.“

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