World Happiness Report 2021: Das Leben mit COVID-19

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Der World Happiness Report 2021 analysierte die Auswirkungen von COVID-19 und wie es den Menschen auf der ganzen Welt ergangen ist. Demnach habe sich eine überraschende Widerstandsfähigkeit gezeigt, wie die Menschen ihr Leben insgesamt bewerten. 

Von Liebe und Mikroben

Gefühle und COVID-19

Für viele bedeutet COVID-19 größere wirtschaftliche Unsicherheit, Angst und Störungen in allen Lebensbereichen. Der Stress und die Herausforderungen haben Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit. Dem World Happiness Report nach habe sich aber eine überraschende Widerstandsfähigkeit gezeigt, wie die Menschen ihr Leben insgesamt bewerten. Die Gefühle änderten sich im ersten COVID-19 Jahr stärker als die Lebenszufriedenheit. Sie verschlechterten sich während des Lockdown stärker und erholten sich schneller. Da zeigen große Stichproben von Daten aus Großbritannien. Für die Welt als Ganzes gäbe es bei den positiven Affekten keine Gesamtveränderung. Aber es gab einen etwa 10-prozentigen Anstieg der Anzahl der Menschen, die angaben, dass sie am Vortag besorgt oder traurig waren.

Vergeben ist für Ihre Gesundheit besser

Vertrauen und Verlässlichkeit

Vertrauen und die Fähigkeit, sich auf andere verlassen zu können, sind wichtige Stützen für die Lebensbewertung, insbesondere angesichts von Krisen. Das Gefühl, dass man seine verlorene Brieftasche zurückbekommt, wenn sie gefunden wird, sei demnach wichtiger für das Glücksempfinden als Einkommen, Arbeitslosigkeit und größere Gesundheitsrisiken. Vertrauen sei der Studie nach sogar noch wichtiger, um die sehr großen internationalen Unterschiede in den COVID-19-Todesraten zu erklären. Die Unterschiede waren in Amerika und Europa wesentlich höher, als in Ostasien, Australasien und Afrika. Diese Unterschiede waren fast zur Hälfte auf Unterschiede in der Altersstruktur der Bevölkerung zurückzuführen. COVID-19 ist für alte Menschen viel tödlicher. Sie hängen davon an, ob das Land eine Insel ist, und davon, wie sehr jedes Land zu Beginn der Pandemie einer großen Anzahl von Infektionen in den Nachbarländern ausgesetzt war.

Vertrauen in öffentliche Institutionen

Zu den Faktoren, die erfolgreiche COVID-19-Strategien unterstützen, gehören

  • das Vertrauen in öffentliche Institutionen. Bei vertrauenswürdigen öffentlichen Institutionen war es wahrscheinlicher, dass die Bevölkerung die erforderlichen Maßnahmen unterstützte. Zum Beispiel war die Sterberate in Brasilien mit 93 pro 100.000 höher als in Singapur. Von diesem Unterschied konnte mehr als ein Drittel durch den Unterschied im öffentlichen Vertrauen erklärt werden.
  • die Einkommensungleichheit, die teilweise als Barometer für soziales Vertrauen fungiert, erklärt 20 % des Unterschieds in den Sterberaten zwischen Dänemark und Mexiko. Je höher das Vertrauen, desto weniger Todesfällen.
  • ob das Land Lehren aus SARS und anderen früheren Pandemien gezogen hatte bzw. daraus gelernt hatte.
  • ob die Regierung von einer Frau geführt wurde.

Sehen Sie hier eine Zusammenfassung der Ergebnisse (englisch):

 

Der World Happiness Report

Der World Happiness Report ist eine Veröffentlichung des Sustainable Development Solutions Network, auf Basis der Daten der Gallup World Poll und der Lloyd’s Register Foundation, die den Zugang zur World Risk Poll zur Verfügung gestellt hat. Er wurde von einer Gruppe unabhängiger Experten verfasst, die in ihrem persönlichen Namen handeln. 

Die Initiatoren hatten zwei Ziele: erstens, sich auf die Auswirkungen von COVID-19 auf die Struktur und die Qualität des Lebens der Menschen zu konzentrieren. Zweitens, zu beschreiben und zu bewerten, wie Regierungen auf der ganzen Welt mit der Pandemie umgegangen sind. Insbesondere versuchen sie zu erklären, warum einige Länder besser abgeschnitten haben als andere.

Dieser Text ist ein übersetzter Auszug des World Happiness Reports 2021. Dort finden Sie auch alle statistischen Daten.