Lebensmittel ohne Energie sorgen im Körper für Untertemperatur. Die Traditionelle Chinesische Medizin sowie die Ayurvedische Medizin kennen die Zusammenhänge innerer thermischer Eigenschaften von Lebensmittel und wenden sie zur Gesundheitsvorsorge sowie zur Heilung an.

In der TCM versteht man die Verknüpfungen von Lebensmitteln und Körpertemperatur folgendermaßen: Bei Fieber gibt man entsprechende kühlende Nahrungsmittel, bei Kälte und verminderter Vitalität können die entsprechenden wärmenden Nahrungsmittel und Gewürze Abhilfe schaffen.

Energetisch tote oder lebendige Nahrung

Energetisch tote Nahrung zu essen raubt unserem Körper Energie und zehrt an unseren Energiereserven. Unser Essen ist – oder besser gesagt – sollte mehr sein als die Befriedigung unseres Appetits. Nahrungsmittel versorgen uns nicht nur mit Nährstoffen. Unsere Nahrung ist Träger von Energie – und von Licht. Deswegen übermittelt uns ein energiereiches und lebendiges Nahrungsmittel eine sofortige – sozusagen in Lichtgeschwindigkeit übertragene – Kraftzufuhr. Dieser Energietransfer in Sekundenbruchteilen ist schon lange spürbar, bevor die Nährstoffe aufgeschlüsselt, aufgenommen und im Körper verteilt werden können. Leider essen die meisten Menschen nur energielose und tote Nahrung.

Profit der Lebensmittel

Einer Lebensmittelindustrie, die diese Sichtweise nicht nur nicht begreift, sondern auch gar nicht beachten könnte, sind solche Konzepte völlig fremd. Mit einer Vorstellung von Nahrung als Träger von Information und Licht ernten Sie bei einem Lebensmittelchemiker wahrscheinlich nur ein mitleidiges Lächeln. Er hält solche Konzepte für esoterischen Unsinn. Im materialistischen Weltbild zählen nur Menge und Konzentration von Inhaltsstoffen und Kalorien. Für die Lebensmittelindustrie dagegen zählen Umsatz, Gewinn und Werbestrategien.

Gesundheit nur als Slogan

Lebensmittelindustrie ist ja gleichbedeutend mit Lebensmittelverarbeitung. Auch wenn sie in ihrer Werbung immer von Frische und »unverfälschter Natürlichkeit« spricht, ist dies für eine industrielle Verarbeitung gar nicht möglich. Ihr einziges Streben ist das nach Gewinnmaximierung. Gesundheit kommt hier nur als Slogan vor, wenn der Begriff werbewirksam ist und deshalb mehr Menschen dazu bringt, ihre Produkte zu kaufen. Diese Lebensmittelindustrie homogenisiert, pasteurisiert, konserviert und verändert die Zusammensetzungen, die genetischen Strukturen
sowie Informationen und reichert die Nahrungsmittel mit Tausenden von Stoffen an, die sie geschmacklich und vom Aussehen her attraktiver machen.

Konsequenzen der Haltbarmachung

Dabei nimmt sie in Kauf, dass diese die Lebensmittel mit all ihren Verfahren vergiften und kaputt machen. Doch so kann es eine Lebensmittelindustrie natürlich nicht nennen. Im Werbejargon heißt das »Haltbarmachung« oder »Konservierung von Natur«. Viele Verbraucher erhitzen diese Nahrungsmittel noch zusätzlich mit hohen Temperaturen oder in der Mikrowelle. Das Endergebnis ist ein totes und energieloses Produkt, das dem Körper Kraft raubt und damit Wärme entzieht.

Kühlende Lebensmittel

+, ++, +++, ++++ = Intensität, Copyright Uwe Kartädt, Quelle: 37 Grad – Das Geheimnis der idealen Körpertemperatur für optimale Gesundheit

Energiebilanz der Nahrung

Man kann unser Nahrungsangebot ganz einfach in zwei Kategorien einteilen: Entweder gibt uns unsere Nahrung in der Energiebilanz Kraft, oder sie raubt uns Kraft. Machen wir uns
nichts vor: Jeder Verdauungsvorgang verbraucht Energie. Ob aber unter dem Strich ein Energiegewinn oder ein Energieverlust steht, hängt ganz wesentlich von der Nahrung und der ihr innewohnenden Energie zusammen. Überwiegt dieser Anteil, steht unter dem Strich: Gewinn.

Lebensmittel verlieren durch Verarbeitungsprozesse der Lebensmittelindustrie an Kraft, aber auch dadurch, dass Sie die Nahrung kochen, grillen, braten oder einfrieren. Wenn Sie bei der Verdauung und Aufschlüsselung Ihrer Mahlzeiten mehr Energie aufwenden müssen, als Ihnen die gegessene Nahrung gibt, enden Sie mit einer negativen
Energiebilanz.

Bedeutung der Körperwärme

Welche anderen Faktoren haben neben der Nahrungsmittelqualität noch Einfluss auf die gerade erwähnte Energiebilanz? Die Kraft unserer Verdauungsorgane. Beginnen wir ganz oben: Wie gut wir die Nahrung zerkleinern, bestimmen wir, und zwar indem wir gut kauen, die Speise dadurch gründlich einspeicheln und der enzymatische Prozess der Aufschlüsselung schon im Mund beginnen darf.

Die nächste Station ist der Magen. Ausreichende Magensäure setzt den Verdauungsvorgang fort. Wichtige Faktoren für die ausreichende Magensäureproduktion sind Ruhe und Entspannung beim Essen, da Ihre Verdauungsorgane nur bei einer entspannten und daher parasympathikotonen Grundstimmung »eingeschaltet« sind. Nur ausreichende Körperwärme bei rund 37° lässt Sie in diesen Zustand kommen, während Untertemperatur Stress auslöst. Des Weiteren brauchen Sie Gastrin, ein Hormon zur Anregung der Magensäure.

Noch eine Stufe weiter im Verdauungstrakt wird die Verdauung maßgeblich von der Qualität der Verdauungsenzyme (aus der Bauchspeicheldrüse) und der Galle (aus der Leber) bestimmt. Es gibt vieles, was hier gegen das reibungslose Funktionieren dieser Organe auftreten kann. Lesen Sie dazu im Buch Die Säure des Lebens meine Ausführungen im Detail. Eines aber ist sicher: Keines dieser Organe – Magen, Dünndarm, Dickdarm, Leber und Bauchspeicheldrüse – kann seine Leistung abrufen, wenn es nicht seine »Betriebstemperatur« erreicht.

Art und Qualität der Zubereitung

Dabei ist es ein Irrtum zu glauben, dass Rohkost oder hauptsächlich vegetarische oder vegane Kost das allein Seligmachende ist. Auch erhitzte und tierische Nahrung kann einen hohen energetischen Wert aufweisen. Allein die ursprüngliche Qualität sowie die Art der Zubereitung und die Liebe, mit der die Speise gekocht wurde, haben eine große Bedeutung. Selbstverständlich sind Güte und Bodenbeschaffenheit sowie der Grad der Ausreifung ausschlaggebend für die Qualität des Nahrungsmittels.

Licht bringt Lebenskraft

Die Reife einer Frucht oder eines Gemüses ist unmittelbar abhängig von der Menge der Sonnenbestrahlung. Das bedeutet auch: Je mehr Licht und vor allem auch Infrarotstrahlen dieses Lebensmittel aufgenommen hat, umso mehr Lebenskraft birgt es in sich, und umso förderlicher ist es für unsere Gesundheit. Sonnenlicht und Sonnenwärme sind dabei das A und O. Interessant dabei ist, dass 50 Prozent der Wärme, die uns und unsere Tiere und Pflanzen erreicht, die sogenannte Infrarotwärme ist.

Infrarotwärme ist entscheidend

Infrarot ist die heilende Wärme, die wir von der Sonne empfangen. Sie wärmt uns sofort, dringt tief in den Körper ein und heilt von innen. Von dieser mit Sonnenlicht und Infrarotwärme aufgeladenen Nahrung profitieren auch die Nutztiere. Ob sie qualitativ hochwertiges und ursprüngliches Futter auf der Weide erhalten, verändert ganz entscheidend die Zusammensetzung des tierischen Organismus. Abgesehen davon muss auch ein Tier selbst Sonne und Licht ausgesetzt sein, um ein lebenswertes und gesundes Leben zu leben. Die Qualität tierischer Produkte ist ein Ausdruck dieser Natürlichkeit. Tiere, die ihr Leben nicht in freier Natur verbringen, sondern den größten Teil nur im Stall ohne Sonnenlicht und ausreichende Bewegung, werden um ihre Gesundheit betrogen ‒ und in der Folge letztendlich auch der Verbraucher um die Qualität der tierischen Produkte.

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Uwe Karstädt Editor

Der bekannte Heilpraktiker und Gesundheitsautor trägt als Gastautor mit seinen Artikeln zu diesem Blog bei.

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