Als ich in einer Überschrift zu einem Artikel den Begriff „Biohacking“ las, war mein Interesse geweckt. Ich arbeite in der IT-Industrie und fragte mich: Wie kann man etwas Biologisches hacken?

Was ist Biohacking?

„Der Geist herrscht über den Körper“ – mit dieser Lebensweisheit läßt sich Biohacking gut umschreiben. Im Gabler Wirtschaftslexikon habe ich zum Biohacking folgende Definition gefunden:

Beim Bodyhacking greift man invasiv oder nichtinvasiv in den tierischen oder menschlichen Körper ein, oft im Sinne des Animal bzw. Human Enhancement und zuweilen mit der Ideologie des Transhumanismus. Es geht um die physische und psychische Umwandlung, und es kann daraus der tierische oder menschliche Cyborg resultieren. Bodyhacking ist eine Sonderform von Biohacking. Ein weiterer Begriff in diesem Zusammenhang ist „Human Augmentation“.

Biohacking kommt aus den USA und wird auch in Deutschland immer beliebter. Biohacker sind Menschen, die versuchen, sich und ihren Körper bestmöglich zu verstehen, zu optimieren und dadurch ihr größtmögliches Potential zu entfalten – also auch bestmögliche Leistung zu bringen.

Wie der Name schon verrät, versuchen Biohacker ihren Körper zu „hacken“, also wie Computer-Hacker in sein System einzudringen, es so zu entschlüsseln. Biohacker wollen jedoch keine schädliche Software im Körper installieren, sondern ihn mit dem Gelernten optimieren. Viele nutzen dafür heute technische Gadgets wie z.B. eine Atemmaske. Genauso zählen aber auch Smart Watches und Fitnesstracker zu den Tools.

Zu den Bereichen in den sich Biohacker optimieren zählen:

  • Schlafoptimierung,
  • Konzentrationsfähigkeit,
  • Essgewohnheiten,
  • Sportliche Leistungen,
  • Lebensgefühl
  • Produktivität

Woran erkennt man einen Biohacker?

An diesen drei Merkmalen erkennt man Biohacker

  1. Sie kennen sich und ihren Körper sehr gut
    Je mehr die Biohacker über ihren Körper wissen, desto besser verstehen sie ihn und wissen, wo sie sich selbst optimieren können. Mit Biohacking analysieren sie ihre körperlichen Probleme, versuchen sie eliminieren und steigern dadurch ihre Leistungsfähigkeit und ihr Wohlbefinden. Technische Gadgets werden für die „Selbstvermessung“ eingesetzt, um möglichst viele Daten über den Körper zu sammeln. Es geht darum, dass der Geist den Körper beherrscht. 
  2. Ihre Motive und Strategien sind individuell
    Da jeder individuell ist, muss auch jeder selbst herausfinden, wie er seinen Körper hacken kann.
  3. Sie sind aktiv
    Das Interesse nach einem optimierten Selbst, beruht darauf, selber aktiv werden zu wollen. Selbstverbesserung beginnt im Kopf. Biohacker wollen ihr Leben verändern, anstatt zu stagnieren. Dabei werden bei jeder Handlung Kosten und Nutzen genau untersucht und abgewogen.

Genau wie Computer-Hacker Schwachstellen in Computern und Sicherheitssystemen bemerken, erkennen Biohacker die Grenzen ihres Körpers und suchen nach Lösungen, um zu beheben, was sie noch nicht als optimal erachten. Man muss bereit sein, zu experimentieren, da nur durch Experimente Veränderungen entstehen. (Quelle: www.brain-effekt.com)

Was machen Biohacker?

Biohacker nutzen unterschiedliche Mittel, um zum Ziel zu kommen. Dazu zählen unter anderem:

  • Schlafoptimierung
  • Stärkung Immunsystem, z.B. mit Hilfe kalter Duschen
  • Meditation und Achtsamkeitsübungen
  • Fasten in verschiedensten Formen
  • gesunde Ernährung, z.B. mit Mikronährstoffen

Was hat Biohacking mit dem Haus des Heilens zu tun?

Biohacking ist nicht unumstritten, das es durchaus zu schädlichen Selbstexperimenten führen kann. Um diese Form des Biohacking geht es hier allerdings nicht. Gesundheit ist kein fest definierter Zustand, sondern ein kontinuierlich sich verändernder Prozess, der maßgeblich durch unser Verhalten und unsere Einstellung bestimmt wird. In dieser Zeit in der wir leben, dem Informationszeitalter, haben wir Zugang zu fast dem gesamten Wissen und Erfahrungsschatz der Menschheit. So können wir von den Erfahrungen der Naturvölker und unserer Vorfahren bzgl. natürlicher Heilweisen genauso profitieren, wie von den Errungenschaften der modernen Medizin. Hinzu kommen in den letzten Jahren verstärkt Erkenntnisse, die sich aus der Synthese alter, überkommener Heilweisen mit modernen wissenschaftlichen Methoden wie Neurowissenschaften oder Quantenforschung, ergeben. Wer diese nutzt, ist ein Biohacker im positivsten Sinn.

Eine Methode des Biohackings ist die PVA-Technologie, auf die in diesem Artikel eingegangen wird. Sie kann sehr vielseitig angewendet werden. Im Kontext unserer Gesundheit unterstützt sie uns die natürliche Harmonie von Körper, Geist und Seele, die in unserer modernen Welt nur noch begrenzt vorhanden ist, wiederzufinden. 

Quellen:
https://www.brain-effect.com/magazin/was-ist-biohacking
https://www.fitforfun.de/gesundheit/biohacking-aendere-dein-leben-in-14-tagen-298665.html
https://www.planet-wissen.de/natur/forschung/gentechnik/biohacking-100.html
https://www.zeit.de/zeit-wissen/2018/03/biohacking-selbstversuch-gentechnik-crispr-genetik-selbstversuch-cyborg

Michaela Derstroff Administrator

Mit meinen Blogbeiträgen möchte ich zum Einklang zwischen Geist, Seele und Körper beitragen. Yoga, Ayurveda, Meditation und die Tradition der europäischen Mystiker sind die Fundamente, auf die ich dabei aufbaue.

 
Alle Macht des Menschen besteht aus einer Mischung von Zeit und Geduld.
Paracelsus

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