Die Wirksamkeit der Homöopathie wird insbesondere von Schulmedizinern immer noch stark angezweifelt. Mehreren indischen Wissenschaftlern ist jetzt der Nachweis von Nanopartikeln in den Hochpotenzen gelungen.

Wirkungsloses Trägermaterial

Homöopathie polarisiert (immer noch!). Ihre ungezählten Anhänger schwören darauf seit nunmehr fast 200 Jahren. Den wissenschaftlich eindeutigen Beweis über ihre Wirksamkeit, um auch konventionell behandelnde Schulmediziner von ihr zu überzeugen, wird der Homöopathie bisher jedoch (immer noch nicht) zugestanden. Und das macht diese angreifbar für ihre zahlreichen Kritiker. Hauptangriffsziel stellen bei kritischen Betrachtungen der Homöopathie ihre Potenzierungen dar. Die Heilmittel werden in stufenweisen Herstellungsprozessen durch Verreiben oder Verschütteln immer stärker verdünnt.

Rein rechnerisch können jedoch die höheren Potenzen gar nicht mehr in jeder Tablette, jedem Globulus oder Tropfen Moleküle des Heilstoffes enthalten, sondern bestehen nur noch aus dem Trägermaterial. Nach gängiger medizinischer Lehrmeinung sind sie damit wirkungslos. Tatsächlich erreichte homöopathische Erfolge stehen bei vielen Schulmedizinern mit Placebo-Effekten auf einer Stufe.

Der erste Nachweis von Rohdrogen in den höchsten Potenzen

Eine Gruppe indischer Forscher vom renommierten ITT – dem Indian Institute of Technology – hat nun im Peer-Review-Journal „Homeopathy“ einen hochinteressanten Artikel veröffentlicht. In einer Arbeit untersuchten die indischen Forscher sechs Metalle, die homöopathische Heilmittel darstellen: Gold, Silber, Platin, Kupfer, Zink und Zinn. Dabei konzentrierten sie sich auf die Potenzstufen C 6, C 30 und C 200.

Mit dem Transmissionselektronenmikroskop sowie einer Feinbereichsbeugung stießen sie auf die eindeutige Existenz von aus der Ausgangssubstanz stammenden Nanopartikeln mit ihren Aggregaten. Der Nachweis des Vorhandenseins des Ausgangsstoffs auch in hohen Potenzen war damit gelungen!

Gleichbleibendes Konzentrationsplateau

Die Unterschiede in Form und Größe zwischen den einzelnen Stufen der Potenzen waren in dieser Untersuchung unwesentlich. Mit einem weiteren Verfahren – der Autoemissionsspektroskopie mit induktiv gekoppeltem Plasma – waren sie in der Lage, auch die Konzentration der Ursprungssubstanz zu messen. Das Resultat verblüffte, als sich herausstellte, dass mit Potenzstufe C 6 ein Konzentrationsplateau erreicht wurde, welches sich bis zur Stufe C 200 kaum noch veränderte. Der Konzentrationsbereich belief sich dabei auf einen Bereich zwischen 80 und 7000 pg/ml.

Transmissions- und die Rasterelektronen-Mikroskopie

2019 veröffentlichte der indische Wissenschaftler E. S. Rajendran eine ähnliche, aber mit neueren Techniken erarbeitete Studie. Er untersuchte Proben verschiedener Potenzen mit der Energiedispersiven Röntgen-Spektroskopie (EDS). Mit der Methode aus der Material-Analytik identifizieren die Forscher Atome in kleinsten Partikeln. Dabei werden die Atome mit Beta-Strahlen energetisch angeregt. Die so aufgeladenen Atome geben ihre Energie in Form von Röntgenstrahlen mit spezifischen Wellenlängen wieder ab. Wenn die strahlenden Nanopartikel fotografiert werden, ist der Nachweis einzelner Elemente darin gelungen. Bildgebende Verfahren sind dabei die Transmissions- und die Rasterelektronen-Mikroskopie.

Nanopartikel diverser Potenzen

Rajendran erstellte auf diese Weise 280 Bilder, wobei er jede Probe dreimal fotografierte. Festgehalten wurde dabei Gestalt und Größe der Nanopartikel. Der Inder untersuchte diese Eigenschaften bei Aurum metallicum und Arsenicum, Hypericum (Johanniskraut), bei der Nosode Psorinum (Krätze) und mit Röntgenstrahlen behandelten Alkohol. Die Natur der Präparate war so verschieden wie die Bandbreite der Potenzen: 6C, 30C, 200C, 1M, 10M, 50M und CM.

In allen Proben, auch in den Hoch-Potenzen, waren die Rohdrogen noch enthalten. Das zweite Ergebnis ist noch überraschender: Mit höherer Potenzierung verändert sich die Größe der Nanopartikel keineswegs linear, sondern in einer unstetig verlaufenden Kurve. So nimmt die Größe der Nanopartikel in Hypericum-Lösungen von 6C (36,6 bis 343,5 nm) bis 30C (18,2 bis 295,3 nm) erwartungsgemäß ab, um beispielsweise zwischen 10M (33,7 bis 186,4 nm) bis 50M (24,4 bis 210,4 nm) unerwartet wieder anzusteigen.

Neue Interpretations-Möglichkeiten

Auch das dritte Ergebnis der Analyse ist erstaunlich. Denn auch die Zusammensetzung der Nanopartikel variierte in Abhängigkeit der Potenz. In der Verdünnung C30 von Aurum metallicum bestanden die Teilchen aus reinem Gold. Die vielfach geringere Konzentration (1M) jedoch offenbarte zusätzlich die Elemente Silizium, Eisen, Kupfer, Kalium, Hafnium, Indium, Aluminium und Sauerstoff.

Das Verhalten von mineralischen und organischen Rohdrogen über die Potenzierungen hinweg ermöglicht neue Interpretations-Möglichkeiten für die Wirkung homöopathischer Präparate. Dieser Ansatz steht zur konventionellen Pharmakologie wie die klassische Physik zur Relativitätstheorie und der Quantenphysik (E. S. Rajendran, Nanodynamik, 2019, Edition Winterwork).

Dieser Artikel wurde veröffentlicht am  Yamedo.

 

 

Michaela Derstroff Administrator

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